Das unendliche Meer. Die große Weltgeschichte der Ozeane
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Das unendliche Meer. Die große Weltgeschichte der Ozeane

Das unendliche Meer. Die große Weltgeschichte der Ozeane

Eine Geschichte der Welt, vom Meer aus erzählt: Entgegen den vom Titel evozierten Erwartungen, ist David Abulafias Buch eher eine menschliche als eine Naturgeschichte. Seit Urzeiten ermöglichen die Ozeane menschlichen Austausch und verbinden ganz unterschiedliche, oft weit entfernte Welten miteinander – was ihnen eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Menschen einräumt. Schon früh ermöglichte der Seeweg zwischenmenschliche Kontakte, die Küsten und Inseln miteinander verbanden, die Verbreitung fremden Wissens oder die Entdeckung neuer Siedlungsmöglichkeiten. Der Autor erzählt von Händlern, Abenteurern, Piraten und Kartographen, die unter anderem auf der Jagd nach Gold, Gewürzen oder Sklaven die Wege über den Ozean bestritten, wodurch gegenseitige Abhängigkeiten zwischen weit entfernten Ländern entstanden. Die Geschichte beginnt 176 000 v. u. Z. und endet zu Beginn des 21. Jahrhunderts – bereits in der Antike querten Schiffe die Ozeane, heute werden Waren mit riesigen Containerschiffen von einem Kontinent zum anderen transportiert. Die Reise führt uns von den Küsten Arabiens nach China und Japan, vom Indischen Ozean über den Atlantik bis an die Mittelmeerküste und das arktische Meer. Ein Buch für Entdecker/innen, das die Grenzenlosigkeit des Meeres spürbar und die Verbindungen und Netzwerke rund um den Globus sichtbar macht. David Abulafia ist Professor für die Geschichte des Mittelmeerraumes an der Universität Cambridge und Fellow am Gonville and Caius College und an der British Academy. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, für „Das unendliche Meer“ erhielt er 2020 den Wolfson History Prize.
Abulafia, David
S. Fischer