Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft

Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren

Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren

Menschheitsgeschichtlich steht die Sensibilisierung für Fortschritt: Menschen schützen sich wechselseitig in ihrer Verletzlichkeit, werden empfänglicher für eigene und fremde Gefühle, lernen, sich in fremde Schicksale hineinzuversetzen und mit anderen zu solidarisieren. Doch diese Entwicklung hat eine Kehrseite: Anstatt uns zu verbinden, zersplittert die Sensibilität die Gesellschaft. Erleben wir gerade den Kipppunkt fortschreitender Sensibilisierung? Svenja Flaßpöhler erzählt die Geschichte des sensiblen Selbst aus philosophischer Perspektive, beleuchtet die zentralen Streitfragen der Zeit und arbeitet den Grund für die prekäre Schieflage heraus: Weil die Widerstandskraft bis heute mit kalter Verpanzerung assoziiert wird, gilt sie als Feindin der Sensibilität. Aber stimmt das? „Sensibel“ ist ein hochaktuelles, philosophisches und gleichzeitig unterhaltsames Buch, das die Sensibilität dialektisch durchleuchtet und zu dem Schluss kommt: Die Resilienz ist die Schwester der Sensibilität. Die Zukunft meistern können sie nur gemeinsam.
Flaßpöhler, Svenja
Klett-Cotta
Die Bekehrung der Welt. Eine Geschichte der christlichen Mission in der Neuzeit
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Bekehrung der Welt. Eine Geschichte der christlichen Mission in der Neuzeit

Die Bekehrung der Welt. Eine Geschichte der christlichen Mission in der Neuzeit

„Machet zu Jüngern alle Völker!“ Das Zeitalter der Entdeckungen und Eroberungen bescherte dem „Missionsbefehl“ Jesu eine völlig neue Schubkraft. Der Religionshistoriker Bernhard Maier beschreibt eindrucksvoll, wie christliche Missionare von der spanischen Conquista über die Zeit der Kolonialreiche bis zur Entkolonialisierung Kulturen und Religionen auf der ganzen Welt transformierten – und nicht zuletzt auch das Christentum selbst. Seine souveräne Geschichte der weltweiten Mission bietet einen einzigartigen Schlüssel, um die Globalisierung der Kulturen in der Neuzeit besser zu verstehen. Bernhard Maier zeigt, wie Missionare die Unterwerfung der Welt moralisch flankierten, doch dabei bald an Grenzen stießen. Erzwungene Bekehrungen waren selten nachhaltig. Man musste die Sprachen der Heiden erlernen, die Frohe Botschaft übersetzen, Mythen und Rituale christlich deuten, Schulen gründen, medizinische Versorgung bieten, ja, wenn nötig die anvertrauten Völker paternalistisch auch gegen die eigene Kolonialmacht in Schutz nehmen. So änderten sich mit der Mission auch die Religionen in den Missionsgebieten, die christliche Muster übernahmen und teils selbst missionarisch wurden, während viele Missionare einen neuen Sinn für Spiritualität und Ganzheitlichkeit mit nach Hause brachten. Mit diesem anschaulich geschriebenen Buch liegt erstmals eine Gesamtdarstellung der neuzeitlichen Mission auf dem aktuellen Forschungsstand vor. Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen.
Maier, Bernhard
C.H.Beck
Herrschaft. Die Entstehung des Westens
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Herrschaft. Die Entstehung des Westens

Herrschaft. Die Entstehung des Westens

Der Bischof von Oxford weigerte sich einst in Erwägung zu ziehen, er könne von einem Affen abstammen. Genauso weigern sich heute viele im Westen in Erwägung zu ziehen, ihre Werte oder sogar ihr fehlender Glaube könnten christlichen Ursprung haben. Laut Tom Holland sind trotz vermeintlich universeller Wertesysteme überall im Westen Elemente und Einflüsse des Christentums zu finden, moderne westliche Gesellschaften sind nach wie vor von christlichen Vorstellungen und Voraussetzungen geprägt. Das rührt von historischen Ereignissen her, die den Westen zu dem machten, was er heute ist. Holland untersucht, weshalb das Christentum so subversiv und revolutionär wurde. Er schildert die Geschichte des Westens über große zeitliche Distanzen hinweg, von den Anfängen des Christentums, über seine Ausbreitung bis hin zu seiner Verwandlung in der Moderne. Tom Holland studierte in Cambridge und Oxford Geschichte und Literaturwissenschaft. Er ist Bestsellerautor für Fiction und Historische Bücher und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Holland, Tom
Klett-Cotta
Arab. 3000 Jahre arabische Geschichte
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Arab. 3000 Jahre arabische Geschichte

Arab. 3000 Jahre arabische Geschichte

Gibt es „die“ Araber? Tim Mackintosh-Smith folgt ihren Spuren. In Sanaa im Jemen auf der arabischen Halbinsel lebend und schreibend, werden ihm die aktuellen Ereignisse selbst historisch, während er die Geschichte der arabischen Welt verfolgt. Dabei beginnt er im 9. Jahrhundert v. Chr. bei den nomadischen Stämmen und ihrer Rolle. In vorislamischer Zeit waren Literatur und Kultur vor allem mündlich. Als der Koran, das erste arabische Buch, im 7. Jh. erschien, vereinte es die Araber in rasantem Tempo und befeuerte eine Welle der Expansion. Keine 300 Jahre später war die arabische Herrschaft nur noch eine bittersüße Erinnerung, und während der nächsten tausend Jahre waren die Araber mit wenigen Ausnahmen untereinander zerstritten und wurden von Türken, Persern, Berbern und Europäern regiert. Der arabische Frühling und das darauffolgende Chaos haben gezeigt, wie Worte – Parolen und Propaganda, leise Wahrheiten und laute Lügen – den Kurs der arabischen Welt bis heute bestimmen. Tim Mackintosh-Smith ist ein renommierter Arabist, Übersetzer und freier Autor und gilt als einer der zwölf besten Reiseschriftsteller der letzten hundert Jahre. Er studierte an der Oxford University und lebt in Sanaa, der jemenitischen Hauptstadt.
Mackintosh-Smith, Tim
wbg Theiss
Sie nannten es Arbeit. Eine andere Geschichte der Menschheit
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Sie nannten es Arbeit. Eine andere Geschichte der Menschheit

Sie nannten es Arbeit. Eine andere Geschichte der Menschheit

Jäger und Sammler arbeiteten selten mehr als 15 Stunden pro Woche, waren trotzdem wohlgenährt, verbrachten viel Zeit damit sich zu regenerieren und Hobbys nachzugehen und hatten eine höhere Lebenserwartung als die meisten Ackerbau-Gesellschaften. Sie lagerten und horteten Nahrungsmittel, hatten kaum Interesse Status oder Vermögen zu erwerben und begnügten sich mit wenigen materiellen Bedürfnissen, für deren Stillung mehr Stunden Arbeit nicht nötig waren. Sie unterschieden sich in ihrer Beziehung zu Arbeit also fundamental von unserem heutigen Denken. Was damals für das Überleben notwendig war, ist es in unserer heutigen Überflussgesellschaft längst nicht mehr. Obwohl so viel produziert wird wie noch nie und trotz unglaublicher Fortschritte in Technik, wird unser Leben von Arbeit dominiert. Regierungen pochen weiterhin auf Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung und in Japan oder Südkorea etwa sterben hunderte Menschen aufgrund arbeitsbedingter Erschöpfung. Arbeit bestimmt, wer wir sind, mit wem wir unsere Zeit verbringen, welche Zukunftsaussichten wir haben, unser Selbstwertgefühl und unsere Wertvorstellungen. James Suzman erzählt die Geschichte der Arbeit von der Steinzeit bis zur Gegenwart und zeichnet Alternativen, in denen unser Leben und unser Planet nicht mehr durch Arbeit ausgesaugt werden. James Suzman ist Sozialanthropologe und Direktor des anthropologischen Thinktanks Anthropos und Fellow am Robinson College der Cambridge University.
Suzman, James
C.H.Beck
Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie

Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie

Die weltweite Empörung über die Mohammed-Karikaturen und der Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ 2015 haben deutlich gemacht: Gotteslästerung ist kein Relikt der Inquisition, sie ist heute aktueller als vor hundert Jahren. Wer herabsetzt, was für andere heilig ist, muss mit heftigen Reaktionen rechnen. Und wer sich gegen blasphemische „Hassreden“ wehrt, kann viele Anhänger mobilisieren. Gerd Schwerhoff erklärt, warum Menschen seit mehr als 2000 Jahren Gott, Propheten oder Heilige beleidigen. Und warum diese Worte und Taten die Gemüter so sehr erregen. Fast immer werden die „da oben“ von denen „unten“ geschmäht. Es geht um Ohnmacht und Wut, gegen die Herrschenden, gegen einen scheinbar gleichgültigen Gott oder gegen andere Religionen. Die Grenze zwischen Spott und Beleidigung ist fließend, die Schmähung ist immer Teil eines größeren Konflikts – und sie kann in extreme Gewalt münden. Ein großer, souverän erzählter Bogen von der Antike über Mittelalter und frühe Neuzeit bis zur Aufklärung und den aktuellen Konfrontationen im Spannungsfeld zwischen Christentum, Laizismus und Islam. Gerd Schwerhoff ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Technischen Universität Dresden. Seine Bücher handeln von den Randfiguren der frühneuzeitlichen Gesellschaft – Kriminellen, Hexen oder Ketzern.
Schwerhoff, Gerd
S. Fischer
Sisis Weg. Vom Mädchen zur Frau – Kaiserin Elisabeths erste Jahre am Wiener Hof
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Sisis Weg. Vom Mädchen zur Frau – Kaiserin Elisabeths erste Jahre am Wiener Hof

Sisis Weg. Vom Mädchen zur Frau – Kaiserin Elisabeths erste Jahre am Wiener Hof

Kaiserin Elisabeth gehört zweifelsfrei zu den bekanntesten Frauen der Geschichte. Längst ist Sisi zum Mythos geworden. Doch was wissen wir wirklich über ihr Leben? Wie sah ihr Alltag aus? Wie ihre Kindheit? Welche gesellschaftlichen Normen und Ideale beeinflussten ihr Fühlen, Denken und Handeln? Und wie unterschied sie sich von anderen Frauen ihres Standes? Erstmals wird Kaiserin Elisabeths Leben aus der Perspektive ihres Alltags betrachtet, durch die Analyse unveröffentlichter Originalquellen schließt die Autorin Lücken in der Elisabeth-Forschung. Überzeugend und detailgetreu zeigt die Autorin in dieser Biografie eine neue Seite der legendären österreichischen Kaiserin: die private Sisi vor dem Hintergrund des 19. Jahrhunderts. Martina Winkelhofer ist Dr. phil. für Geschichte und Kunstgeschichte und Expertin für die Geschichte der Habsburgermonarchie und die Familiengeschichte europäischer Herrscherhäuser. Für die „Kronen Zeitung“ verfasst sie seit 2012 wöchentlich eine zweiseitige Geschichtskolumne, seit 2015 konzipiert und gestaltet sie auch Spezialmagazine zu verschiedensten historischen Themen.
Winkelhofer, Martina
Piper
Bedrohte Bücher. Eine Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Bedrohte Bücher. Eine Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens

Bedrohte Bücher. Eine Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens

„Wenn Unternehmen wie Google Milliarden Buchseiten digitalisieren und online verfügbar machen und wenn Firmen wie Flickr kostenlos Speicherkapazitäten im Internet bereitstellen, welchen Zweck erfüllen dann noch Bibliotheken?“ Eine Frage, die sich Richard Ovenden stellt, während er uns durch die Geschichte der Angriffe auf Bücher, Bibliotheken und Archive führt. Am 10. Mai 1933 wurden in Deutschland tausende Bücher jüdischer und „undeutscher“ Schriftsteller verbrannt – ein Vorgeschmack auf den Angriff auf das Wissen des nationalsozialistischen Regimes. Die in diesem Buch aufgerollte Kulturgeschichte reicht von fragilen Tontafeln aus Mesopotamien bis zu unserer digitalen Gegenwart und den neuartigen Gefahren, die diese mit sich bringt. Richard Ovenden verdeutlicht auf fesselnde Weise, dass wir unsere Zivilisation selbst aufs Spiel setzen, wenn wir die Bewahrung unseres Wissen vernachlässigen. Richard Ovenden hat einen Lehrstuhl am Balliol College der Universität Oxford inne. Er ist Mitglied der Londoner Gesellschaft für Altertumswissenschaftler, der Royal Society of Arts und der American Philosophical Society. Seit 2014 steht er als 25. Bodley's Librarian einer der ältesten Bibliotheken Europas vor.
Ovenden, Richard
Suhrkamp
Der Code des Kapitals. Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Der Code des Kapitals. Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft

Der Code des Kapitals. Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft

Die Ungleichheit wird immer größer, womöglich ist sie mittlerweile wieder so groß wie zuletzt vor der Französischen Revolution – und das in Ländern, die sich Demokratien nennen. Ein Prozent der Menschen weltweit hält 27% des neuen Vermögens, das ist mehr als doppelt so viel wie 50% der Weltbevölkerung, zusammen. Es besteht also eine Herrschaft von Eliten – doch wie wird deren Vermögen überhaupt erzeugt? Wie entsteht Vermögen, das automatisch mehr Reichtum schafft? Laut Katharina Pistor ist Kapital rechtlich codiert. Jedes Gut, also jedes Objekt, jeder Anspruch, jede Idee kann in Kapital umgewandelt werden – welcher Vermögenswert mit der Fähigkeit ausgestattet wird, privaten Reichtum zu schützen oder zu produzieren, wird selektiv entschieden. Die Autorin versucht in ihrem Buch, für Laien verständliche Sprache zu wählen und will aufzeigen, wie Kapital geschaffen, von wem die Codes dazu gestaltet werden und was die maßgebende Gründe für die wachsende Ungleichheit unserer Gesellschaft sind. Katharina Pistor ist Professorin of Comparative Law und Direktorin des Center on Global Legal Transformation an der Law School der Columbia University in New York. Für ihre Forschungen wurde sie vielfach ausgezeichnet.
Pistor, Katharina
Suhrkamp
Österreichs Kreuzzüge. Die Babenberger und der Glaubenskrieg 1096-1230
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Österreichs Kreuzzüge. Die Babenberger und der Glaubenskrieg 1096-1230

Österreichs Kreuzzüge. Die Babenberger und der Glaubenskrieg 1096-1230

Bis weit ins 13. Jahrhundert hinein machten sich immer wieder riesige christliche Heerscharen aus Europa auf den Weg und legten tausende Kilometer zurück, um in den Orient zu gelangen. Die Kreuzzüge forderten unzählige Todesopfer, trotzdem nahmen zahlreiche Menschen weiterhin die Reise auf sich. Dazu gehörten auch die Babenberger, die in nahezu allen großen europäischen Kreuzzügen aktiv waren. Ihren Einzug in die Kreuzzüge vollzog 1101 die Markgräfin Ida, obwohl sie eine Frau und adelig war. Allerdings verschwand sie schließlich spurlos in Kleinasien und kam vermutlich gewaltsam ums Leben. Dieses Buch befasst sich mit der Teilnahme der österreichischen Markgrafen- und Herzogsdynastie an den Kreuzzügen und beleuchtet die individuellen Beweggründe der Fürsten teilzunehmen, die Umstände, unter denen die Unternehmungen stattfanden und die damit verbundenen politischen Konsequenzen. Robert-Tarek Fischer ist promovierter Historiker. Er verfasste mehrere Publikationen zur Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie zur Geschichte des 12. Jahrhunderts.
Fischer, Robert-Tarek
Böhlau
Die pinke Linie. Weltweite Kämpfe um sexuelle Selbstbestimmung und Geschlechtsidentität
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die pinke Linie. Weltweite Kämpfe um sexuelle Selbstbestimmung und Geschlechtsidentität

Die pinke Linie. Weltweite Kämpfe um sexuelle Selbstbestimmung und Geschlechtsidentität

Es gibt nicht nur eine Art auf dieser Welt zu sein. Es gibt mehr als Frau und Mann, die tradierte binäre Geschlechtervorstellung sollte längst überwunden sein. Die Debatte um Geschlechtsidentitäten eröffnet Themenfelder wie die Sinnhaftigkeit von Geschlechtertrennung in Toiletten, die heteronormativ geprägte Sprache und wie man sie auch für andere Lebensformen abseits von Frau und Mann öffnen kann, Diskriminierung von Menschen, die binäre Zuordnungen hinterfragen oder ablehnen und viele mehr. Mark Gevisser beschreibt in seinem Buch eine globale Parallelentwicklung: Während gleichgeschlechtliche Ehen oder Geschlechtsangleichungen an verschiedenen Orten der Welt immer mehr Zuspruch und Akzeptanz finden, werden anderenorts nach wie vor etwaige Abweichungen von der heterosexuellen Geschlechterordnung verurteilt, verboten oder bestraft und damit kriminalisiert. Der Autor hat mit von Diskriminierung betroffenen Menschen in Kenia, Ägypten und den USA gesprochen und beschreibt, wie sie und Aktivist/innen gegen tradierte Geschlechternormen ankämpfen. Gevisser liefert mit seinem Buch einen faktenreichen, bewegenden Beitrag zu einem der bestimmenden Themen unserer Gegenwart. Mark Gevisser ist Journalist, Sach- und Drehbuchautor. Er schreibt regelmäßig für internationale Zeitungen und Zeitschriften wie The Guardian oder The New York Times.
Gevisser, Mark
Suhrkamp
Das unendliche Meer. Die große Weltgeschichte der Ozeane
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Das unendliche Meer. Die große Weltgeschichte der Ozeane

Das unendliche Meer. Die große Weltgeschichte der Ozeane

Eine Geschichte der Welt, vom Meer aus erzählt: Entgegen den vom Titel evozierten Erwartungen, ist David Abulafias Buch eher eine menschliche als eine Naturgeschichte. Seit Urzeiten ermöglichen die Ozeane menschlichen Austausch und verbinden ganz unterschiedliche, oft weit entfernte Welten miteinander – was ihnen eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Menschen einräumt. Schon früh ermöglichte der Seeweg zwischenmenschliche Kontakte, die Küsten und Inseln miteinander verbanden, die Verbreitung fremden Wissens oder die Entdeckung neuer Siedlungsmöglichkeiten. Der Autor erzählt von Händlern, Abenteurern, Piraten und Kartographen, die unter anderem auf der Jagd nach Gold, Gewürzen oder Sklaven die Wege über den Ozean bestritten, wodurch gegenseitige Abhängigkeiten zwischen weit entfernten Ländern entstanden. Die Geschichte beginnt 176 000 v. u. Z. und endet zu Beginn des 21. Jahrhunderts – bereits in der Antike querten Schiffe die Ozeane, heute werden Waren mit riesigen Containerschiffen von einem Kontinent zum anderen transportiert. Die Reise führt uns von den Küsten Arabiens nach China und Japan, vom Indischen Ozean über den Atlantik bis an die Mittelmeerküste und das arktische Meer. Ein Buch für Entdecker/innen, das die Grenzenlosigkeit des Meeres spürbar und die Verbindungen und Netzwerke rund um den Globus sichtbar macht. David Abulafia ist Professor für die Geschichte des Mittelmeerraumes an der Universität Cambridge und Fellow am Gonville and Caius College und an der British Academy. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, für „Das unendliche Meer“ erhielt er 2020 den Wolfson History Prize.
Abulafia, David
S. Fischer
Wie das Christentum entstand. Eine Geschichte mit Brüchen
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Wie das Christentum entstand. Eine Geschichte mit Brüchen

Wie das Christentum entstand. Eine Geschichte mit Brüchen

„Jesus war der erste Christ!“ – dass dieser Satz Unsinn ist, ist selbst in kirchlichen Kreisen nicht immer unmittelbar klar. Jesus war Jude und blieb es bis zu seinem Tod. Und auch die ersten Anhänger der Jesusbewegung waren Juden und blieben es. Wie aber entstand aus einer innerjüdischen Bewegung das Christentum? Und warum bestimmte dieses seine Identität sofort antijüdisch? Klaus Wengst erzählt die Geschichte einer neuen religiösen Bewegung im pluralen Panorama des Römischen Reiches. Eine Geschichte voller Eifer und Enthusiasmus, Konflikt und Leidenschaft – spannend, überraschend und erhellend. Klaus Wengst studierte evangelische Theologie. 1991 war er im Zuge eines Studienaufenthalts an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag und des Evangelischen Studienkreises Kirche und Israel in Rheinland und Westfalen.
Wengst, Klaus
Gütersloher Verlagshaus
Sag nie, es gäbe nur den Tod für uns. Die vergessene Geschichte jüdischer Freiheitskämpferinnen
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Sag nie, es gäbe nur den Tod für uns. Die vergessene Geschichte jüdischer Freiheitskämpferinnen

Sag nie, es gäbe nur den Tod für uns. Die vergessene Geschichte jüdischer Freiheitskämpferinnen

Auf der Suche nach Informationen über die jüdische Widerstandskämpferin Hannah Szenes stößt Judy Batalion auf einen ungewöhnlichen Band mit Geschichten jüdischer Frauen. Die „Ghetto-Girls“ leisteten im Zweiten Weltkrieg - überwiegend aus polnischen Ghettos heraus - Widerstand gegen die Nazis, indem sie beispielsweise mit ihnen flirteten und sie gefügig machten, gefälschte Papiere verteilten, Kranken halfen, Kinder unterrichteten, Spionagemissionen für Moskau durchführten und generell den Großteil der Verwaltungsarbeit im Untergrund ausführten. Erst durch die Erzählung bekam Batalion, selbst Jüdin, eine Vorstellung davon, wie viele jüdische Frauen tatsächlich in welchem Ausmaß im Widerstand tätig waren. Diese Entdeckung will sie mit ihrem Buch an uns weitergeben, im Zentrum ihrer Erzählungen steht die Polin Renia Kukielka, die ständig riskierte für den Widerstand zu sterben. Judy Batalion studierte Wissenschaftsgeschichte in Harvard und promovierte in Kunstgeschichte an der University of London. Danach arbeitete sie als Kuratorin und Komikerin in London, bevor sie sich in New York City niederließ.
Batalion, Judy
Piper
Die Epistemisierung des Politischen
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Epistemisierung des Politischen

Die Epistemisierung des Politischen

Heutzutage gehört Wissen zu den zentralen Ressourcen und ist, auch durch seine Stabilisierungswirkung, oft wichtiger als Arbeit, Kapital oder Bodenschätze. Man kann unsere heutige Gesellschaft deshalb auch als Wissensgesellschaft bezeichnen. In der Wirtschaft braucht es Wissen für Innovationen, in der Wissenschaft geht es generell um die Produktion von neuem Wissen und im Bildungsbereich steht die Vermittlung von Wissen im Vordergrund. Rationale Expertise ist dementsprechend auch in vielen politischen Debatten die wichtigste Entscheidungsinstanz – ob bei der Impfdebatte, der Corona- oder der Klimakrise. In seinem Buch beleuchtet Alexander Bogner diese Fixierung auf Wissen und ihre Folgen und kommt zu dem Schluss, dass sie gefährlicher für unsere Demokratie ist als Fake News. Alexander Bogner ist Privatdozent für Soziologie in Wien und Senior Scientist am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Bogner, Alexander
Reclam
Die Ermordung des Professor Schlick. Der Wiener Kreis und die dunklen Jahre der Philosophie
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Ermordung des Professor Schlick. Der Wiener Kreis und die dunklen Jahre der Philosophie

Die Ermordung des Professor Schlick. Der Wiener Kreis und die dunklen Jahre der Philosophie

Der Wiener Kreis war eine philosophische Gruppierung mit einigen faszinierenden Mitgliedern wie Otto Neurath, Rudolf Carnap oder dem Oberhaupt Moritz Schlick, der 1936 auf dem Weg zu seiner Vorlesung von einem geistig verwirrten Studenten erschossen wurde. Die philosophische Gruppe beeinflusste das Denken des 20. Jahrhunderts maßgeblich, sie kombinierte die moderne Logik mit dem logischen Empirismus, der ab den frühen 30er Jahren zeitweilig die ambitionierteste philosophische Strömung war, die es gab. Neben den Mitgliedern ist auch Wien eine der zentralen Figuren des Buches, da die Gruppierung hier entstand. Über die Geschichte des Wiener Kreises gibt es nur wenige Texte, unter anderem, da seine Philosophie so komplex ist. Mit seinem Buch will David Edmonds das Interesse an der faszinierenden Gruppierung wiederbeleben und uns die brillanten Denker des Kreises und ihre Bedeutung näherbringen, indem er sie in den Kontext ihrer Zeit stellt. David Edmonds ist Philosoph und Autor der Bücher „Wittgensteins Poker“ und „Who would kill the fat man?“. Er ist Fellow am Oxford Uehiro Centre for Practical Ethics und arbeitet für die BBC.
Edmonds, David
C.H.Beck
Die große Erfindung. Eine Geschichte der Welt in neun geheimnisvollen Schriften
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die große Erfindung. Eine Geschichte der Welt in neun geheimnisvollen Schriften

Die große Erfindung. Eine Geschichte der Welt in neun geheimnisvollen Schriften

Vor fünftausend Jahren zeichneten die Sumerer in Mesopotamien Zahlen und Gegenstände auf Tontafeln, um kleine Tauschgeschäfte festzuhalten. Heute kommunizieren wir oft nicht mehr mit Worten, sondern mit Bildern, also beispielsweise Emojis und Memes. Silvia Ferrara berichtet von der größten Erfindung der Menschheit, der Schrift, ohne die wir nur Stimme wären und verbindet dabei Archäologie, Anthropologie und Neurowissenschaft. Die Autorin erzählt von bis heute nicht entzifferten Schriften wie der Linearschrift A, der Rongorongo-Schrift oder der kretischen Hieroglyphe. Außerdem vertritt sie die These, dass Schrift trotz ihrer enormen Bedeutung keine historische Notwendigkeit darstellt – viele Gesellschaften wuchsen und blühten auch ganz ohne Schrift. Die Geschichte der Schrift hat zwar einen Anfang, ihr Ende muss jedoch erst geschrieben werden. Silvia Ferrara lehrt Klassische und Ägäische Philologie an der Universität Bologna. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf den antiken Schriften der vorgriechischen Zeit.
Ferrara, Silvia
C.H.Beck
Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten

Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten

In den letzten Jahren hat sich der muslimisch-jüdische Konflikt um den Tempelberg dramatisch zugespitzt, man könnte meinen, das Rad der Geschichte drehe sich zurück. Der Komplex aus Felsendom, Al-Aqsa-Moschee und Klagemauer ist wie kaum ein anderer von Besitzansprüchen und gewalttätigen Konflikten gezeichnet und einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt. Auf der Grundlage hebräischer und arabischer Quellen berichtet Joseph von der 3000-jährigen Geschichte des Tempelbergs und dem Konflikt darum, der von Gewalt, Aufständen, Pilgerfahrten und Gebeten geprägt und seit dem 19. Jahrhundert immer weiter eskaliert ist. Joseph Croitoru ist Historiker und Journalist und war lange Autor der Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Neuen Zürcher Zeitung mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa. Seit 2020/21 schreibt er unter anderem für die FAZ, den Spiegel und taz.
Croitoru, Joseph
C.H.Beck
Walzer in Zeiten der Cholera. Eine Seuche verändert die Welt
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Walzer in Zeiten der Cholera. Eine Seuche verändert die Welt

Walzer in Zeiten der Cholera. Eine Seuche verändert die Welt

In Zeiten der Coronapandemie greift Alexander Bartl in seinem Buch ein brandaktuelles Thema auf. Im Jahr 1873 feiert die Stadt Wien die Weltausstellung, im selben Jahr kollabiert die Wiener Börse, etliche Firmen gehen bankrott, Menschen verlieren ihr Vermögen. Zusätzlich nähert sich über Galizien und Ungarn die Cholera und kommt im Sommer in Wien an. Mit reinem Quellwasser soll die Stadt vor der Epidemie geschützt werden, jedoch gibt es massiven Widerstand – bis die ersten Menschen sterben. Alexander Bartl berichtet über Menschen im Ausnahmezustand und darüber wie Seuchen schlagartig die Gesellschaft verändern. Alexander Bartl absolvierte in Wien eine Ausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper, entschied sich danach allerdings für ein Studium der Film-, Theaterwissenschaft und Publizistik in Mainz und Edinburgh. Als Journalist schrieb er für die Frankfurter Allgemeine, für das österreichische Nachrichtenmagazin Profil und die ELLE sowie für Design- und Architekturmagazine. Bartl arbeitet als Textchef beim Nachrichtenmagazin FOCUS.
Bartl, Alexander
HarperCollins
Zucker. Eine Geschichte über Macht und Versuchung
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Zucker. Eine Geschichte über Macht und Versuchung

Zucker. Eine Geschichte über Macht und Versuchung

Der emeritierte Professor James Walvin erklärt, wie Zucker heute ein so wichtiger Bestandteil unserer Ernährung geworden ist. Denn was früher nur dem Adel vorbehalten war, ist heute auch für uns Standard. Dabei geht es um Macht, Sklaverei und Umweltprobleme, aber auch um Krankheiten wie Karies und Adipositas.
Walvin, James
oekom
Deutscher Klub. Austro-Nazis in der Hofburg
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Deutscher Klub. Austro-Nazis in der Hofburg

Deutscher Klub. Austro-Nazis in der Hofburg

Der Deutsche Klub wurde 1933 zu einem der wichtigsten Treffpunkte für Nationalsozialisten in Österreich. Zwar musste er im Herbst 1939 seine Tätigkeit wieder einstellen, wurde aber 1957 als „Neuer Klub“ von alten Mitgliedern neu gegründet. Linda Erker, Andreas Huber und Klaus Taschwer rekonstruieren in ihrem Buch die lang unterschätzte Bedeutung des Vereins für die politische Entwicklung in Österreich.
Taschwer, Klaus; Huber, Andreas; Erker, Linda
Czernin
Die Heilsbringer. Eine Globalgeschichte der Religionen im 20. Jahrhundert
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Heilsbringer. Eine Globalgeschichte der Religionen im 20. Jahrhundert

Die Heilsbringer. Eine Globalgeschichte der Religionen im 20. Jahrhundert

In 47 Porträts stellt der Religionswissenschaftler Michael Stausberg die größten „Heilsbringer“ des 20. Jahrhunderts vor. Darunter sind nicht nur klassische Vertreter wie der Dalai Lama, Mahatma Gandhi oder Martin Luther King, auch die Beatles werden vorgestellt, die die Erlösung durch kosmische Liebe besangen.
Stausberg, Michael
C.H.Beck
Wann sind wir wirklich zufrieden? Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Wann sind wir wirklich zufrieden? Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld

Wann sind wir wirklich zufrieden? Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld

Martin Schröder, Professor für Soziologie, stellt in seinem neuen Buch die größte Langzeitstudie mit über 600.000 Befragungen zum Thema Zufriedenheit vor. Seit 1984 wurden jährlich knapp 85.000 Teilnehmer zum Thema Zufriedenheit befragt. Mit Hilfe von Grafiken hat Schröder die Antworten im Detail ausgewertet und dabei überraschende Erkenntnisse gewonnen.
Schröder, Martin
C. Bertelsmann
Mythos Geschlecht. Eine Weltgeschichte weiblicher Macht und Ohnmacht
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Mythos Geschlecht. Eine Weltgeschichte weiblicher Macht und Ohnmacht

Mythos Geschlecht. Eine Weltgeschichte weiblicher Macht und Ohnmacht

Wie sich Mythen und Legenden, Kunst und Wissenschaftstraditionen im Laufe der Geschichte auf den weiblichen Körper ausgewirkt haben, zeigt die Literaturwissenschaftlerin Mineke Schipper in diesem Buch. Die Autorin geht dabei nicht nur dem Ursprung der Ungleichheit auf den Grund, sondern auch skurrilen Geschichten über die jungfräuliche Empfängnis, magische Brüste und die gefürchtete „bezahnte Vagina“.
Schipper, Mineke
Klett-Cotta
Vom Ende des Gemeinwohls. Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Vom Ende des Gemeinwohls. Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt

Vom Ende des Gemeinwohls. Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt

Der Philosoph Michael Sandel sieht in unserer Leistungsgesellschaft den Grund für wachsenden Populismus. Das Mantra „Wer hart arbeitet, kann alles erreichen“ glauben wir ohne zu es hinterfragen. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch, dass diejenigen, die scheitern, selbst Schuld daran tragen. Dadurch entstehe populistischer Protest, so Sandel – was auch der Grund dafür sei, dass rechtspopulistische Parteien so erfolgreich sind.
Sandel, Michael
S. Fischer
Schirach. Eine Generation zwischen Goethe und Hitler
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Schirach. Eine Generation zwischen Goethe und Hitler

Schirach. Eine Generation zwischen Goethe und Hitler

In diesem Band bereitet Oliver Rathkolb die Biografie Baldur von Schirachs, 1930 zum Reichsjugendführer ernannt, auf. Der Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wien greift hierfür wesentliche Aspekte des Lebens Baldur von Schirachs heraus, der etwa die Hitlerjugend auf die „braune Revolution“ vorbereitete oder den Befehl gab, die jüdische Bevölkerung von Wien in die Todeslager deportieren zu lassen.
Rathkolb, Oliver
Molden
Schnappschüsse der Befreiung. Fotografien amerikanischer Soldaten im Frühjahr 1945
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Schnappschüsse der Befreiung. Fotografien amerikanischer Soldaten im Frühjahr 1945

Schnappschüsse der Befreiung. Fotografien amerikanischer Soldaten im Frühjahr 1945

Die Historiker Peter Pirker und Matthias Breit stellen in diesem Bildband bisher unveröffentlichte Fotografien aus Tirol nach Kriegsende vor. Anfang Mai 1945 besetzte die Cactus-Division Tirol für zwei Monate. Fotografen des Signal Corps dokumentierten dabei unter anderem die Gefechte in Scharnitz, die Übernahme Innsbrucks und die Verhaftung von Hermann Göring in Kitzbühel. Das beeindruckende Ergebnis ihrer Recherche ist nun im Rahmen dieses Bandes zu entdecken.
Pirker, Peter; Breit, Matthias
Tyrolia
Von den Deutschen lernen. Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Von den Deutschen lernen. Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können

Von den Deutschen lernen. Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können

Die Frage, wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer eigenen Geschichte umgehen, beschäftigt Susan Neiman in ihrem Buch „Von den Deutschen lernen“. Selbst lebte Neiman, heute Professorin für Philosophie, in den achtziger Jahren in Berlin und erlebte dort, wie sich die Deutschen ernsthaft mit ihren eigenen Verbrechen auseinanderzusetzen begannen.
Neiman, Susan
Hanser Berlin
Burgund. Das verschwundene Reich
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Burgund. Das verschwundene Reich

Burgund. Das verschwundene Reich

Der Historiker Bart van Loo erzählt die Geschichte des Reiches Burgund, das sich im 14. und 15. Jahrhundert zwischen Deutschland und Frankreich schob. Das einstige antike Königreich Burgund wurde im Mittelalter zum Herzogtum, bevor es um 1500 unterging. Bart van Loo möchte mit „Burgund“ an das „vergessene Reich“ erinnern.
Loo, Bart van
C.H.Beck
Hitler – prägende Jahre. Kindheit und Jugend 1889-1914
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Hitler – prägende Jahre. Kindheit und Jugend 1889-1914

Hitler – prägende Jahre. Kindheit und Jugend 1889-1914

Der Kulturwissenschaftler Christian Rapp und der Historiker Hannes Leidinger haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit ihrem neuen Buch eine Lücke der Geschichtsforschung schließen. Dazu stellen sie Hitlers Familie, sowie seine Kindheit und Jugend im sozialen und kulturellen Kontext dar und untersuchen das gesellschaftliche Umfeld zu Hitlers Zeit in Braunau und seiner ersten Jahre in Wien.
Leidinger, Hannes; Rapp, Christian
Residenz
Fatum. Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Fatum. Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches

Fatum. Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches

Kyle Harper, Professor an der University of Oklahoma und Experte für römische Kulturgeschichte, beschreibt in seinem neuen Buch den Zusammenbruch des römischen Weltreichs anhand neuester Erkenntnisse aus dem Bereich Klimawissenschaft und Genetik. Nicht nur Kaiser und Legionäre entschieden über Aufstieg und Untergang, sondern auch umweltbedingte Faktoren wie Vulkanausbrüche, Viren und Instabilität des Klimas waren hierbei maßgeblich.
Harper, Kyle
C.H.Beck
Karl Kraus. Der Widersprecher
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Karl Kraus. Der Widersprecher

Karl Kraus. Der Widersprecher

Im Alter von nur 25 Jahren gründete Karl Kraus „Die Fackel“. Der laut Elias Canetti als größter und strengster Mann von Wien bekannte Publizist und Schriftsteller wird von Jens Malte Fischer in seiner Biografie umfassend dargestellt. Fischer schreibt über Kraus Persönlichkeit und Werk, seine Freund- und Feindschaften und die Widersprüche seines Lebens.
Fischer, Jens Malte
Zsolnay
Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943)
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943)

Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943)

Die Jahre 1933 bis 1944 waren die dunkelsten der europäischen Moderne. Dennoch – oder gerade deshalb – entwickelten vier Philosophinnen in dieser Zeit ihre visionären Ideen: Simone de Beauvoir, Simone Weil, Ayn Rand und Hannah Arendt. Wolfram Eilenberger, Chefredakteur des „Philosophie Magazins“, porträtiert in seinem neuen Buch das Leben dieser vier Frauen.
Eilenberger, Wolfram
Klett-Cotta
Diesseits von Eden. Über den Ursprung der Religion
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Diesseits von Eden. Über den Ursprung der Religion

Diesseits von Eden. Über den Ursprung der Religion

Hans Peter Duerr, Professor für Ethnologie und Kulturgeschichte, untersucht in seinem neuen Buch, wie und warum unerklärliche Phänomene religiös gedeutet werden. So werden Mysterien von den Menschen oft als Laune von Geistern und Göttern gedeutet. Für den Autor kennzeichnen diese Erfahrungen mit dem Unbekannten den Beginn der Religion.
Duerr, Hans Peter
Insel
Grenzen. Geschichte und Gegenwart
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Grenzen. Geschichte und Gegenwart

Grenzen. Geschichte und Gegenwart

Alexander Demandt, Althistoriker und Kulturwissenschaftler, erzählt in seinem Buch von den wichtigsten Grenzen der Welt: Ob Mythen über den Ursprung der Welt, Schutzgrenzen wie die chinesische Mauer, oder auch natürliche Grenzen, markiert durch Flüsse oder Gebirge – der Grenzbegriff ist wandelbar. Demandt schlüsselt in „Grenzen“ dessen Vielschichtigkeit gekonnt auf.
Demandt, Alexander
Propyläen
Der Fall von Akkon. Der letzte Kampf um das Heilige Land
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Der Fall von Akkon. Der letzte Kampf um das Heilige Land

Der Fall von Akkon. Der letzte Kampf um das Heilige Land

Als im Jahr 1291 die Hafenstadt Akkon fällt, bedeutet dies das Ende eines erschaffenen Imperiums der Christenheit. Mithilfe von Augenzeugenberichten und erstmals übersetzten arabischen Berichten, wird die Geschichte des letzten Kampfs für das Heilige Land erzählt. Der erfolgreiche Sachbuchautor Roger Crowely spannt dabei einen Bogen von einem langjährigen christlichen Traum bis zum Fall der Stadt und den Hintergründen des Kampfs.
Crowley, Roger
wbg Theiss
Bücher, die die Welt veränderten. Die bedeutendsten Werke der Naturwissenschaften von Archimedes bis Stephen Hawking
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Bücher, die die Welt veränderten. Die bedeutendsten Werke der Naturwissenschaften von Archimedes bis Stephen Hawking

Bücher, die die Welt veränderten. Die bedeutendsten Werke der Naturwissenschaften von Archimedes bis Stephen Hawking

Der Sachbuchautor Brian Clegg stellt in seinem neuen Buch die einflussreichsten Werke der Naturwissenschaften vor. Angefangen bei den alten Griechen und islamischen Gelehrten, über die mittelalterlichen Naturphilosophen, behandelt Clegg die Entwicklungen der Naturwissenschaften bis in die heutige Zeit, aber auch die der Sprache und der Entstehungsgeschichte des Buches.
Clegg, Brian
Haupt Verlag
Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit

Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit

Der Historiker und Journalist Rutger Bregman stellt provokant in den Raum, dass der Mensch „im Grunde gut“ sei. Folgt man seiner Annahme, so ist es tatsächlich möglich, die Welt neu und optimistischer zu erdenken. Anhand vieler Ideen und neuer Inputs präsentiert der Autor sein Plädoyer gegen den institutionalisierten Pessimismus.
Bregman, Rutger
Rowohlt
Das Geld. Was es ist, das uns beherrscht
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Das Geld. Was es ist, das uns beherrscht

Das Geld. Was es ist, das uns beherrscht

Der Philologe und Germanist Eske Bockelmann geht der Frage über die Entstehung des Geldes und seiner Macht nach. Denn entgegen heute gängigen Überzeugungen hat es sich als Tauschmittel in Europa erst im Spätmittelalter durchgesetzt. Der Autor beleuchtet die Unterschiede zum monetären Gemeinwesen und wie die Marktwirtschaft anfing, sich in den Städten durchzusetzen.
Bockelmann, Eske
Matthes & Seitz
Die Zähmung des Menschen. Warum Gewalt uns friedlicher gemacht hat. Eine neue Geschichte der Menschwerdung
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Zähmung des Menschen. Warum Gewalt uns friedlicher gemacht hat. Eine neue Geschichte der Menschwerdung

Die Zähmung des Menschen. Warum Gewalt uns friedlicher gemacht hat. Eine neue Geschichte der Menschwerdung

Die Erfindung der Todesstrafe hat uns zum Menschen gemacht – das ist die aufsehenerregende Theorie des Harvard-Anthropologen und Schimpansenforschers Richard Wrangham. Demnach zähmten sich unsere Vorfahren selbst, indem sie dafür sorgten, dass nur noch diejenigen Gruppenmitglieder sich fortpflanzen konnten, die sozial eingestellt waren. Aggressives Verhalten wurde mit dem Tod bestraft und dadurch aus dem Genpool entfernt. Anhand zahlreicher anthropologischer Studien und seinen eigenen Beobachtungen an Menschenaffen und indigenen Völkern zeigt Wrangham, wie wir im Laufe der Evolution durch die Anwendung tödlicher Gewalt zu den zivilisierten Wesen wurden, die wir heute sind. Er führt uns auch vor Augen, dass diese Entwicklung zugleich den Grundstein für unsere schlimmsten Gräueltaten gelegt hat. Richard Wrangham ist Professor für biologische Anthropologie an der Harvard University und einer der führenden Primatenforscher. Er wurde bekannt durch seine langjährigen Studien an wild lebenden Schimpansen in Afrika.
Wrangham, Richard
DVA
Jodelmania. Von den Alpen nach Amerika und darüber hinaus
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Jodelmania. Von den Alpen nach Amerika und darüber hinaus

Jodelmania. Von den Alpen nach Amerika und darüber hinaus

Wer nach dem Zweiten Weltkrieg im Alpenraum aufwuchs, bekam das Jodeln noch quasi mit der Muttermilch verabreicht. Doch auch im Regenwald von Kamerun, auf dem Balkan, am Polarkreis, in Georgien und den USA wurde und wird es praktiziert. Das Jodeln entsprang fast überall der gleichen Funktion: Da es lauter tönt als ein normaler Ruf, wurde es ursprünglich zur Kommunikation über größere Entfernungen in unübersichtlichem Gelände benutzt. Christoph Wagner rekonstruiert anhand intensiver Archivforschungen die vielfältigen Verbreitungswege des Jodelns und veranschaulicht die Geschichte seiner Popularisierung. Seit einigen Jahren erfährt das Jodeln durch junge Bands im Umfeld von Jazz, Avantgarde und Neuer Volksmusik ein erstaunliches Revival. „Jodelmania“ spürt auch diesen Tendenzen nach und porträtiert experimentelle Vokalkünstler wie Erika Stucky oder Christian Zehnder, die das Jodeln als Vehikel zur Vernetzung unterschiedlicher Kulturen einsetzen. Christoph Wagner, freier Musikjournalist, Musikhistoriker, Rundfunk- und Buchautor. Seine Sammlung historischer Fotografien von Musikern aus der ganzen Welt bildet den Fundus des World-Music Picture Archive.
Wagner, Christoph
Kunstmann
Schattenexistenz. Jüdische U-Boote in Wien 1938-1945
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Schattenexistenz. Jüdische U-Boote in Wien 1938-1945

Schattenexistenz. Jüdische U-Boote in Wien 1938-1945

Sich verstecken – was bedeutet das tatsächlich? Und was bedeutete es für Jüdinnen und Juden, die in der Zeit des Nationalsozialismus, am Leben bedroht, entschieden, unterzutauchen? Wie viele waren sie, wer half ihnen, wie viele überlebten den Naziterror? Welche Auswirkungen hatte das jahrelange Verstecken auf die Psyche der Betroffenen und wie ging man nach dem Ende des Krieges mit den Überlebenden um? Brigitte Ungar-Klein beantwortet diese Fragen in der ersten umfassenden Studie über Verfolgte des NS-Regimes, die in Wien untertauchen konnten. Sie führte zahlreiche Interviews und Gespräche mit Überlebenden und deren Helferinnen und Helfern, den stillen Heldinnen und Helden, und verarbeitete unzählige schriftliche Quellen.
Brigitte Ungar-Klein studierte Geschichte und Germanistik und betreibt wissenschaftliche Forschung zum Thema Zeitgeschichte und Holocaust. Sie war Direktorin des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung in Wien.

Ungar-Klein, Brigitte
Picus
Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute

Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute

Als das Deutsche Reich am 28. Juni 1919 den Vertrag von Versailles unterzeichnete, gingen die überseeischen Kolonien an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs über. Lange vergessen, kehrt die Kolonialperiode in Ländern wie Namibia, Kamerun oder Ruanda in den letzten Jahren in die Erinnerung zurück. Was bedeutet dieses Wiederauftauchen für die Bundesrepublik? Müsste in der „postkolonialen“ Sichtweise nicht auch das deutsche Eroberungsstreben in Richtung Osten eine Rolle spielen? Die neue Erinnerungskultur hat gravierende Auswirkungen für das Selbstverständnis eines Landes, dessen Bevölkerung immer diverser wird. Der lange Schatten der deutschen „Kulturmission“ findet sich heute etwa im Umgang mit der „Schuldenkrise“, mit Migration und Flucht und im alltäglichen Rassismus. Mark Terkessidis, ist Migrations- und Rassismusforscher in Berlin und Köln.
Terkessidis, Mark
Hoffmann und Campe
Digitale Ethik. Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Digitale Ethik. Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert

Digitale Ethik. Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert

Sarah Spiekermann kritisiert, dass wir zu passiven Empfängern einer entmündigenden Technik degradiert werden und entwickelt eine Ethik für die Technologien der Zukunft – und zugleich ein Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmung im Zeitalter der Digitalisierung: Apps, die unaufgefordert Informationen zuschicken; Autos, die von Google-Rechnern gesteuert werden; Sprachassistenten, die Bestellungen für uns vornehmen – immer mehr Menschen fragen: Was macht die Digitalisierung mit mir und meinem Leben? Spiekermann fordert ein radikales Umdenken: „Wir müssen versuchen, den Wert zu entdecken, der mit Technik geschaffen werden kann. Und das ist nicht Geld, nicht Effizienz, nicht Gewinnmaximierung. Sondern Zufriedenheit, Freundschaft und Wissen.“ Sarah Spiekermann ist Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Für den weltweit größten Ingenieursverband IEEE entwickelt sie den ersten Ethikstandard für Technikentwicklung.
Spiekermann, Sarah
Droemer
Die Mühlen der Zivilisation. Eine Tiefengeschichte der frühesten Staaten
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Mühlen der Zivilisation. Eine Tiefengeschichte der frühesten Staaten

Die Mühlen der Zivilisation. Eine Tiefengeschichte der frühesten Staaten

Wie selbstverständlich gehen wir und auch weite Teile der historischen Forschung davon aus, dass die neolithische Revolution, in deren Verlauf der Mensch seine nomadische Existenz aufgab und zum Ackerbauer und Viehzüchter wurde, ein bedeutender zivilisatorischer Fortschritt war, dessen Früchte wir noch heute genießen. James C. Scott erzählt eine ganz andere Geschichte: Gestützt auf archäologische Befunde, entwickelt er die These, dass die ersten bäuerlichen Staaten aus der Kontrolle über die Reproduktion entstanden und ein hartes Regime der Domestizierung errichteten. Auch die Bürger samt ihren Sklaven und Frauen wurden der Herrschaft dieser frühesten Staaten unterworfen. Sie brachte Strapazen, Epidemien, Ungleichheiten und Kriege mit sich. James C. Scott ist Sterling Professor of Political Science und Direktor des agrarwissenschaftlichen Programms der Yale University.
Scott, James C.
Suhrkamp
Überreichtum
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Überreichtum

Überreichtum

Der antike Philosoph Platon verstand unter „Überreichtum“ exzessiven Reichtum, der nicht glücklich mache, weil er nicht tugendhaft sei. Das Thema dieses Buches ist also alt, doch es wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Denn die weltweite Vermögenskonzentration ist enorm und soziale Ungleichheit ein beständiges Problem.
Wie Vermögen verteilt wird, ist keine private Frage. Sie geht alle etwas an. Martin Schürz führt uns die Zahlen vor Augen, erklärt, was problematisch am Überreichtum ist. Gerade Gefühlszuschreibungen sind für die Akzeptanz der Privilegien der Überreichen bedeutsam: Neid und Hass werden vorwiegend den Armen als Laster zugeschrieben, Großzügigkeit und Mitleid den Überreichen als Tugenden. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss zuerst verstehen, wie Vermögenskonzentration wahrgenommen wird.
Martin Schürz, Ökonom und individualpsychologischer Analytiker, ist Lektor an der Wirtschaftsuniversität in Wien.

Schürz, Martin
Campus
Die Ehemaligen. Der Nationalsozialismus und die Anfänge der FPÖ.
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Ehemaligen. Der Nationalsozialismus und die Anfänge der FPÖ.

Die Ehemaligen. Der Nationalsozialismus und die Anfänge der FPÖ.

Nach Kriegsende blieben zahlreiche überzeugte Nationalsozialisten ihrer Gesinnung treu und bewegten sich in einem gemeinsamen sozialen und politischen Erinnerungsmilieu. Viele dieser „Ehemaligen“ organisierten sich bald wieder politisch und vertraten selbstbewusst ihre Agenda. In Österreich formierten sie sich vor allem im Verband der Unabhängigen (VdU) und in der 1956 gegründeten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Margit Reiter zeichnet in ihrer Studie erstmals diesen politischen Formierungsprozess der „Ehemaligen“ nach. Sie zeigt die personellen wie auch ideologischen Kontinuitäten zum Nationalsozialismus in der FPÖ auf und unterzieht die politische Karriere des Parteigründers und vormaligen NS-Funktionärs Anton Reinthaller einer kritischen Analyse.
Margit Reiter arbeitet als Zeithistorikerin in Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Österreich-Israel, Antisemitismus-Antizionismus-Antiamerikanismus sowie die NS-Nachgeschichte, Generation(en) und Gedächtnis.

Reiter, Margit
Wallstein
Codename Brooklyn. Jüdische Agenten im Feindesland. Die Operation Greenup 1945
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Codename Brooklyn. Jüdische Agenten im Feindesland. Die Operation Greenup 1945

Codename Brooklyn. Jüdische Agenten im Feindesland. Die Operation Greenup 1945

Eine Geschichte von Widerstand, Verfolgung und Befreiung. In der Nacht auf den 26. Februar 1945 landen ein holländischer und ein deutscher Jude mit einem Tiroler Wehrmachtsdeserteur per Fallschirm in Tirol. Sie sollen dem US-Geheimdienst Informationen aus der Alpenfestung der Nazis liefern. Frauen aus Oberperfuss helfen ihnen. Die Gestapo foltert und tötet, um sie zu enttarnen. Über zwei Monate entspannt sich ein Drama, das in die kampflose Befreiung Innsbrucks mündet. Das Buch schildert die Beteiligten, die Ereignisse und das Vermächtnis der Geschichte, die Quentin Tarantino zu „Inglourious Basterds“ inspiriert hat. Peter Pirker ist Historiker und Politikwissenschaftler an der Universität Wien.
Pirker, Peter
Tyrolia
Heiliger Zorn. Wie die frühen Christen die Antike zerstörten
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Heiliger Zorn. Wie die frühen Christen die Antike zerstörten

Heiliger Zorn. Wie die frühen Christen die Antike zerstörten

Im Römischen Reich war das religiöse Leben vielfältig – bis unter den ersten christlichen Kaisern alles anders wurde: Mit aller Macht versuchten diese, Andersgläubige zu bekehren, und erwiesen sich dabei nicht nur als extrem intolerant, sondern auch als äußerst gewalttätig. Im ganzen Imperium zertrümmerten sie Tempel und Kultgegenstände, verbrannten Bücher, jagten Philosophen aus den Städten und verfolgten diejenigen, die weiter den alten Göttern opferten. Die britische Altphilologin und Journalistin Catherine Nixey zeichnet ein gänzlich neues und zutiefst erschütterndes Bild der frühen Christen als die wahren Barbaren. Sie enthüllt die Gräueltaten, die hinter dem Triumph des Christentums stecken und mit zum Untergang der Antike führten. Catherine Nixey hat an der University of Cambridge, Großbritannien, Altphilologie studiert und mehrere Jahre lang unterrichtet, bevor sie in London Journalistin bei der Zeitung The Times wurde.
Nixey, Catherine
DVA
Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft

Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft

Wir glauben, der Siegeszug der digitalen Technik habe innerhalb weniger Jahre alles revolutioniert: unsere Beziehungen, unsere Arbeit und sogar die Funktionsweise demokratischer Wahlen. In seiner neuen Gesellschaftstheorie dreht der Soziologe Armin Nassehi den Spieß um und zeigt jenseits von Panik und Verharmlosung, dass die Digitalisierung nur eine besonders ausgefeilte technische Lösung für ein Problem ist, das sich in modernen Gesellschaften seit jeher stellt: Wie geht die Gesellschaft, wie gehen Unternehmen, Staaten, Verwaltungen, Strafverfolgungsbehörden, aber auch wir selbst mit unsichtbaren Mustern um? Er entwickelt die These, dass bestimmte gesellschaftliche Regelmäßigkeiten, Strukturen und Muster das Material bilden, aus dem die Digitalisierung erst ihr ökonomisches, politisches und wissenschaftliches Kontroll- und Steuerungspotential schöpft. Infolge der Digitalisierung wird die Gesellschaft heute also regelrecht neu entdeckt. Armin Nassehi ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Nassehi, Armin
C.H.Beck
Furcht und Befreiung. Wie der Zweite Weltkrieg die Menschheit bis heute prägt
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Furcht und Befreiung. Wie der Zweite Weltkrieg die Menschheit bis heute prägt

Furcht und Befreiung. Wie der Zweite Weltkrieg die Menschheit bis heute prägt

Keith Lowe erkundet die globalen Aus- und Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs auf Nationen, Städte, Familien und Personen bis in die unmittelbare Gegenwart. Die neu entstandene Ordnung brachte zwei Supermächte, die sich in einem neuen, globalen Kalten Krieg gegenüberstanden, hervor. Lowe beschreibt und analysiert eine Epoche der Zeitgeschichte, die von geopolitischem, gesellschaftlichem und ökonomischem Wandel zuvor nie gekannten Ausmaßes geprägt war. Zugleich entlarvt er Mythen und Legenden, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind und zeigt anhand individueller Einzelschicksale, wie Furcht und Freiheit als die beiden Hauptmotive das Leben der einfachen Menschen in der Nachkriegswelt prägten. Keith Lowe, geboren 1970, ist Historiker und arbeitete 12 Jahre lang als Verlagslektor, seit 10 Jahren ist er Vollzeitschriftsteller.
Lowe, Keith
Klett-Cotta
Diese Wahrheiten. Eine Geschichte der USA
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Diese Wahrheiten. Eine Geschichte der USA

Diese Wahrheiten. Eine Geschichte der USA

Jill Lepore erzählt die Geschichte der USA von ihren Anfängen bis zur heutigen Weltmacht in der Krise. Mit neuem Blick fragt sie, ob die fundamentalen „Wahrheiten“ (Thomas Jefferson), auf denen die amerikanische Gesellschaft aufgebaut ist – politische Gleichheit, natürliche Rechte, Volkssouveränität – von der Geschichte bestätigt oder betrogen worden sind. Ihre Antwort verknüpft die Geschichten der amerikanischen Politik, des Rechts, des Journalismus und der Technologien, von den ersten kolonialen Versammlungen bis zu den Internet-Polls der Gegenwart, von der Magna Carta bis zum Patriot Act, von den ersten Druckerpressen bis zu Facebook.
Jill Lepore ist Professorin für amerikanische Geschichte an der Harvard University in Cambridge/USA. Sie hat mehr als ein halbes Dutzend Preise für ihre Bücher erhalten und war Finalistin für den National Book Award und den Pulitzer-Preis.

Lepore, Jill
C.H.Beck (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung)
Wie die Couch nach Kalkutta kam. Eine Globalgeschichte der frühen Psychoanalyse
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Wie die Couch nach Kalkutta kam. Eine Globalgeschichte der frühen Psychoanalyse

Wie die Couch nach Kalkutta kam. Eine Globalgeschichte der frühen Psychoanalyse

Ende des 19. Jahrhunderts „erfand“ Sigmund Freud in Wien die Psychoanalyse, innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einem globalen Phänomen. Um diese dynamische Entwicklung nachzuvollziehen, befasst sich Uffa Jensen mit drei Metropolen, die neben Wien für die psychoanalytische Bewegung von großer Bedeutung waren: Berlin, London und Kalkutta. Uffa Jensen zeigt, wie Lehre und Behandlungstechnik dort vor dem Hintergrund existierender Therapieformen und lokaler Traditionen angepasst wurden und auf welchen Wegen solche Neuerungen dann wiederum Freud beeinflussten. Er beleuchtet aber auch die politischen und gesellschaftlichen Aspekte der globalen Psychoanalyse. Uffa Jensen, geboren 1969, lehrt Geschichte an der Technischen Universität Berlin und forscht am dortigen Zentrum für Antisemitismusforschung.
Jensen, Uffa
Insel
Verbrannte Wörter
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Verbrannte Wörter

Verbrannte Wörter

„Asozial“, „Bombenwetter“, „entartet“ oder „Kulturschaffende“ - nicht wenige deutsche Begriffe sind im öffentlichen Sprachgebrauch verpönt, weil sie mit der ideologisch und propagandistisch aufgeladenen Rhetorik der Nationalsozialisten in Verbindung gebracht werden. Trotzdem tauchen sie gelegentlich in unserer Alltagssprache auf. Spätestens aber seit in der aufgeheizten politischen Debatte verstärkt sprachliche Grenzen ausgereizt und Tabus gebrochen werden, stellt sich wieder die Frage, welche Wörter man benutzen darf, ohne an die NS-Ideologie anzuknüpfen. Der Journalist, Historiker und Linguist Matthias Heine setzt sich deshalb mit der Sprache der Nazis auseinander und geht dazu konkret auf etwa 80 Begriffe näher ein. Manche, etwa „Eintopf“, dürften dabei überraschen. Umgekehrt zeigt sich, dass nicht alles in die Nazi-Schublade gehört, was wir dort hineingepackt hätten. Matthias Heine, arbeitet als Journalist, Historiker und Linguist in Berlin.
Heine, Matthias
Bibliographisches Institut/Duden
Radikalisierungsmaschinen. Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Radikalisierungsmaschinen. Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren

Radikalisierungsmaschinen. Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren

Julia Ebner will Radikalisierung fassbar machen und verfasst einen Erfahrungsbericht, eine Analyse, einen Weckruf. Als Extremismusforscherin stellen sich ihr folgende Fragen: Wie rekrutieren, wie mobilisieren Extremisten ihre Anhänger? Was ist ihre Vision der Zukunft? Mit welchen Mitteln wollen sie diese Vision erreichen? Um Antworten zu finden, schleust sich Ebner ein in zwölf radikale Gruppierungen quer durch das ideologische Spektrum. Sozusagen von der anderen Seite beobachtet sie Planungen terroristischer Anschläge, Desinformationskampagnen, Einschüchterungsaktionen, Wahlmanipulationen. Sie erkennt, Radikalisierung folgt einem klaren Skript: Rekrutierung, Sozialisierung, Kommunikation, Mobilisierung, Angriff.
Julia Ebner, geboren in Wien, forscht am Institute for Strategic Dialogue in London zu Online-Extremismus. Sie arbeitet mit zahlreichen Regierungsorganisationen und Polizeiorganen zusammen, ist Online-Extremismus-Beraterin der UN, NATO und der Weltbank.

Ebner, Julia
Suhrkamp
Krise. Wie Nationen sich erneuern können
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Krise. Wie Nationen sich erneuern können

Krise. Wie Nationen sich erneuern können

Jared Diamond zeigt, wie Nationen mit den gegenwärtigen Krisen – Klimawandel, soziale Ungleichheit, gesellschaftliche Polarisierung – erfolgreich umgehen können. Anhand der deutschen Nachkriegsgeschichte, Chiles Umgang mit der Diktatur Pinochets, Japans erzwungener ökonomischer Öffnung 1853 und weiterer historischer Beispiele zeichnet Diamond die Muster nach, wie sich Staaten von tiefgreifenden Erschütterungen erholen. Dabei wird deutlich: Bei der Bewältigung von Krisen sind ähnliche Faktoren entscheidend wie beim Umgang mit individuellen Traumatisierungen: sich eingestehen, dass man in einer Krise steckt; eine ehrliche Bestandsanalyse betreiben, statt sich als Opfer zu stilisieren; die Probleme eingrenzen; Hilfe annehmen und bereit sein, aus Krisen anderer zu lernen. Letztlich gilt es, sich zu verändern, ohne alles infrage zu stellen. Jared Diamond ist Professor für Geographie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Für seine Arbeit auf den Gebieten der Anthropologie und Genetik ist er mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Pulitzer-Preis.
Diamond, Jared
S. Fischer
Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee

Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee

Heinz Budes Reflexionen über die solidarische Existenz liefern Antworten auf die soziale Frage unserer Zeit. Solidarität war einmal ein starkes Wort. Es geriet in Verruf, als jeder für sein Glück und seine Not selbst verantwortlich gemacht wurde. Heute ist die Gesellschaft tiefer denn je zwischen Arm und Reich gespalten. Natürlich gibt es ein Sozialsystem, das einen Ausgleich bewirkt. Dazu fordert Bude aber ein neues Verständnis von Solidarität. Wir sollten uns nicht damit begnügen, materielle Not zu lindern, sondern im anderen uns selbst als Mensch wiedererkennen. Erst durch diese freie Entscheidung zur Mitmenschlichkeit findet eine Gesellschaft wieder zusammen. Heinz Bude, ist Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel. 1997-2015 leitete er den Bereich „Die Gesellschaft der Bundesrepublik“ am Hamburger Institut für Sozialforschung.
Bude, Heinz
Hanser
Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann

Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann

1979 gilt als „das Schlüsseldatum des 20. Jahrhunderts“ (Peter Sloterdijk) und wird als der „Beginn der multipolaren Welt von heute“ (Claus Leggewie) bezeichnet. Die iranische Revolution brachte den fundamentalistischen Islam auf die weltpolitische Agenda, während der sowjetische Einmarsch in Afghanistan auf die Krisenherde des 21. Jahrhunderts vorauswies. Der Papstbesuch in Polen, der von Millionen gefeiert wurde, beschleunigte den Untergang des Sozialismus. Margaret Thatcher verkündete eine neoliberale, die neugegründete grüne Partei eine ökologische Wende. Und die vietnamesischen Boat People konfrontierten die Deutschen erstmals mit weltweiten Flüchtlingsströmen. Frank Bösch schildert, mit bisher unbekannten Dokumenten, wie diese Ereignisse 1979 aufkamen und welche Folgen sie für Deutschland hatten: politisch, kulturell und – mit Energiespar-Appellen, Nicaragua-Kaffee, Fremdenhass und Willkommenskultur – auch für den Alltag. Frank Bösch ist Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF).
Bösch, Frank
C.H.Beck
Identitäten. Die Fiktionen der Zugehörigkeit
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Identitäten. Die Fiktionen der Zugehörigkeit

Identitäten. Die Fiktionen der Zugehörigkeit

In den politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart wird immer wieder eine Kategorie aufgerufen: Identität. Wer sind wir? Oder besser: Was sind wir? Diese Fragen beantworten wir gewohnheitsmäßig mit kollektiven Kategorien wie Religion, Nationalität, Hautfarbe, Klasse oder Kultur. Kwame Anthony Appiah zeigt, dass hinter den politischen Kategorien von Zugehörigkeit und Abgrenzung häufig paradoxe Zuschreibungen stehen, und schöpft dabei aus einem schier unendlichen Reservoir historischen Wissens sowie persönlicher Erfahrungen – und schafft mit dem Handwerkszeug des Philosophen Ordnung und Orientierung in einer häufig unübersichtlichen und politisch brisanten Diskussion. Kwame Anthony Appiah studierte in Cambridge und bekleidet heute nach Professuren in Yale, Cornell, Duke, Harvard und Princeton einen Lehrstuhl für Philosophie und Jura an der New York University.
Appiah, Kwame Anthony
Hanser Berlin
Das Haus der Regierung. Eine Saga der Russischen Revolution
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Das Haus der Regierung. Eine Saga der Russischen Revolution

Das Haus der Regierung. Eine Saga der Russischen Revolution

Nirgendwo sonst verdichtet sich die Geschichte der Sowjetunion so intensiv, wie in dem Moskauer Haus, in dem Ende der 20er-Jahre 500 komfortable Wohnungen für Regierungsmitglieder und sonstige Elite entstanden. Yuri Slezkine, geboren in der UdSSR, nun Geschichtsprofessor an der Universität Berkeley, verknüpft die Geschichte des Hauses mit den Biographien seiner Bewohner.
Slezkine, Yuri
Hanser
Welten der Antike. Eine Geschichte von Ost und West
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Welten der Antike. Eine Geschichte von Ost und West

Welten der Antike. Eine Geschichte von Ost und West

Altertumswissenschaftler Michael Scott, Associate Professor an der University of Warwick und TV-Präsentator, schildert ein außerordentliches Zeitalter, in dem alte Ordnungen gestürzt und die Fundamente für unsere heutige Zeit gelegt wurden. Er zeigt, wie unterschiedliche Gesellschaften auf ähnliche Bedrohungen und Zwänge reagierten und wie sie sich gegenseitig durch Eroberung, Anpassung und Handel beeinflussten.
Scott, Michael
Klett-Cotta
Nach dem Krieg sind alle gleich. Eine Geschichte der Ungleichheit
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Nach dem Krieg sind alle gleich. Eine Geschichte der Ungleichheit

Nach dem Krieg sind alle gleich. Eine Geschichte der Ungleichheit

Historiker und Altertumswissenschaftler Walter Scheidel von der Stanford University untersucht die Ursachen für soziale Gegensätze über drei Jahrtausende und kommt zu dem Schluss, dass es bisher in der Geschichte keine friedliche Senkung der Ungleichheit gab. Er fordert ein ernsthaftes Angehen der Probleme und provoziert diejenigen, die hohe Erwartungen an neue Einkommens- und Bildungsprogramme schüren.
Scheidel, Walter
Theiss
Rothschild. Glanz und Untergang des Wiener Welthauses
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Rothschild. Glanz und Untergang des Wiener Welthauses

Rothschild. Glanz und Untergang des Wiener Welthauses

Das „Welthaus Rothschild“ besaß bis 1914 die größte Bank der Welt. Roman Sandgruber, emeritierter Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, zeichnet ein Bild vom Aufstieg der Familie und dem Schicksal ihres österreichischen Zweigs. Er schildert Geschäfte und Transaktionen, Skandale und Dramen

Sandgruber, Roman
Molden
Ein Jahrhundertdenker. Karl R. Popper und die offene Gesellschaft
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Ein Jahrhundertdenker. Karl R. Popper und die offene Gesellschaft

Ein Jahrhundertdenker. Karl R. Popper und die offene Gesellschaft

Karl Popper hat auf verschiedenen Gebieten, wie Erkenntnislehre, Wissenschaftstheorie oder Sozialphilosophie, richtungsweisende Gedanken entwickelt, die noch heute die gesellschaftspolitische Diskussion beeinflussen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach weltanschaulicher Orientierung ist seine Philosophie aktueller denn je. Ihr widmet Kurt Salamun, der zur Ideologietheorie forscht und an der Universität Graz lehrt, sein Buch.
Salamun, Kurt
Molden
Cellinis Saliera. Die Biographie eines Kunstwerks
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Cellinis Saliera. Die Biographie eines Kunstwerks

Cellinis Saliera. Die Biographie eines Kunstwerks

Herausgegeben von der Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums Wien und dem Kurator der Kaiserlichen Schatzkammer, beschäftigt sich Band 19 der Schriften des Kunsthistorischen Museums mit der Saliera, Benvenuto Cellinis goldenem Salzfass.
Rainer, Paulus; Haag, Sabine (Hrsg.)
Holzhausen
Jenseits von Rom und Karl dem Großen. Aspekte der globalen Verflechtung in der langen Spätantike
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Jenseits von Rom und Karl dem Großen. Aspekte der globalen Verflechtung in der langen Spätantike

Jenseits von Rom und Karl dem Großen. Aspekte der globalen Verflechtung in der langen Spätantike

Der Wiener Byzantist Preiser-Kapeller tritt in seinem Buch eine Reise durch die großen Imperien an, grob lokalisiert zwischen zwei Großen, nämlich Konstantin und Karl. Die spätantiken Jahrhunderte galten aus der Perspektive Westeuropas bzw. des Mittelmeerraums lange Zeit als Periode der völligen Fragmentierung der vormals unter römischer Herrschaft existierenden politischen und wirtschaftlichen Netzwerke. Es lohnt sich allerdings, weg von Europa und hin zu den großen Reichen des östlichen Mittelmeerraums, Ostafrikas, des Nahen Ostens, Indiens sowie Zentral- und Ostasiens zu blicken.
Preiser-Kapeller, Johannes
Mandelbaum
Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur

Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur

Im öffentlichen Diskurs wird heute überall auf Befindlichkeiten Rücksicht genommen und vor „expliziter Sprache“ gewarnt. Robert Pfaller, Philosoph und Professor für Kulturwissenschaften und Kulturtheorie, fragt sich, wie es dazu gekommen ist, dass wir nicht mehr als Erwachsene angesprochen, sondern von der Politik wie Kinder behandelt werden wollen. Ihm geht es darum, als mündige Bürger wieder ernst genommen zu werden.
Pfaller, Robert
S. Fischer
Der Klang der Großstadt. Eine Geschichte des Hörens. Wien 1850 – 1914
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Der Klang der Großstadt. Eine Geschichte des Hörens. Wien 1850 – 1914

Der Klang der Großstadt. Eine Geschichte des Hörens. Wien 1850 – 1914

Am Beispiel der Stadt Wien stellt der Historiker Peter Payer erstmals die auditive Kultur einer der wichtigsten europäischen Metropolen der Zeit um 1900 vor. Im Zentrum steht jene historische Periode, in der Wien sich zur modernen Großstadt entwickelte. Die ungeheure Dynamik dieser Zeit veränderte nicht nur das Stadtbild nachhaltig, sie ließ auch einen neuen Hör-Diskurs entstehen. Immer intensiver wandte sich die öffentliche und private Aufmerksamkeit dem Lärm zu.
Payer, Peter
Böhlau
Wie Demokratien sterben
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Wie Demokratien sterben

Wie Demokratien sterben

Die beiden Politologen und Harvard-Professoren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt haben ausgiebig zum Versagen von Demokratien im Europa der 30er- und Lateinamerika der 70er-Jahre geforscht. Dass sie sich auch einmal mit ihrer US-amerikanischen Heimat würden beschäftigen müssen, hätten sie nicht gedacht. In diesem Buch zeigen sie, woran wir erkennen, dass demokratische Institutionen ausgehöhlt werden und an welchen Punkten wir eingreifen können.
Levitsky, Steven; Ziblatt, Daniel
DVA
Pracht und Anmut. Begegnungen mit zwölf herausragenden Handschriften des Mittelalter
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Pracht und Anmut. Begegnungen mit zwölf herausragenden Handschriften des Mittelalter

Pracht und Anmut. Begegnungen mit zwölf herausragenden Handschriften des Mittelalter

Christopher de Hamel, Handschriftenexperte und Bibliothekar der Parker Library in Cambridge, folgt den Spuren zwölf bedeutender mittelalterlicher Handschriften und beschreibt, wie sie behütet und gestohlen, versteckt und wiederentdeckt wurden. Unter ihnen befinden sich zum Beispiel das Stundenbuch der Königin von Navarra und das Book of Kells.
de Hamel, Christopher
C. Bertelsmann
Das Gesetz der Herde. Von Primaten, Parolen und Populisten – Macht und Unterwerfung bei Tier und Mensch
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Das Gesetz der Herde. Von Primaten, Parolen und Populisten – Macht und Unterwerfung bei Tier und Mensch

Das Gesetz der Herde. Von Primaten, Parolen und Populisten – Macht und Unterwerfung bei Tier und Mensch

Ausgehend von seinen Erfahrungen als Physiker untersucht der Autor, der an der Universität Konstanz lehrt, wie Tiere und Menschen sich in Gemeinschaften verhalten. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf aktuelle Erscheinungen und Entwicklungen unserer Gesellschaft zu und zeigen viele Parallelen auf.
Ganteför, Gerd
Edition Zeitblende
Überlandpartie. Kabarett auf Sommerfrische
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Überlandpartie. Kabarett auf Sommerfrische

Überlandpartie. Kabarett auf Sommerfrische

Die Leiterin des Österreichischen Kabarettarchivs Iris Fink und der Schriftsteller Roland Knie erkunden in Wien, Graz, Bad Gleichenberg, an den Kärntner Seen und im Salzkammergut, warum welche Unterhaltungskünstler in welchen Kurorten, Kurtheatern und sonstigen Sommerbühnen auftraten
Fink, Iris; Knie, Roland
Böhlau
Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919- 1929
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919- 1929

Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919- 1929

Wolfram Eilenberger, Autor, Zeit-Kolumnist und langjähriger Chefredakteur des Philosophie Magazins, schildert die Jahre zwischen 1919 und 1929, in denen die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger zwischen Wirtschaftskrise, Nachkriegssorgen und aufkommendem Nationalsozialismus Weltbedeutung gewannen.
Eilenberger, Wolfram
Klett-Cotta
Die Geburt der mediterranen Welt. Von den Anfängen bis zum klassischen Zeitalter
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Geburt der mediterranen Welt. Von den Anfängen bis zum klassischen Zeitalter

Die Geburt der mediterranen Welt. Von den Anfängen bis zum klassischen Zeitalter

Seit der Frühzeit der Menschen hat das Mittelmeer die Welt unserer Vorfahren nachhaltig geprägt. Der Archäologe Cyprian Broodbank, Professor an der Universität of Cambridge, verfolgt die Geschichte dieses Meeres von den Tagen der ersten Begegnung der Hominiden mit dem neuen Lebensraum vor 1,5 Millionen Jahren bis zum Beginn der klassischen Antike.
Broodbank, Cyprian
C.H. Beck
Die islamische Aufklärung. Der Konflikt zwischen Glaube und Vernunft
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die islamische Aufklärung. Der Konflikt zwischen Glaube und Vernunft

Die islamische Aufklärung. Der Konflikt zwischen Glaube und Vernunft

Journalist und Nahost-Experte Christopher Bellaigue kritisiert die oft selbstgefällige westliche Sicht auf die arabische Welt. Dabei gab es auch in Ägypten, im Iran und der Türkei nach 1800 Bewegungen für Freiheit, Gleichheit, Demokratie, einen weltlichen Staat, Frauenrechte, Gewerkschaften, freie Presse und die Abschaffung von Sklaverei. Der Autor schildert den Kampf zwischen Glaube und Vernunft und um eine neue muslimische Identität.
Bellaigue, Christopher de
S. Fischer
Bürgerkrieg. Vom Wesen innerstaatlicher Konflikte
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Bürgerkrieg. Vom Wesen innerstaatlicher Konflikte

Bürgerkrieg. Vom Wesen innerstaatlicher Konflikte

David Armitage, Harvard-Professor für Geschichte, zeigt anhand historischer Beispiele auf, dass der Bürgerkrieg in unserer Gegenwart seine Blütezeit erfährt. Seine Perspektive auf die Ursprünge und spezifischen Dynamiken dieses Phänomens verdeutlicht, dass allein die Benennung eines innerstaatlichen Konflikts als Bürgerkrieg dessen Ausgang beeinflussen kann.
Armitage, David
Klett-Cotta
Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie

Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie

Der Dreißigjährige Krieg kostete Millionen Leben und veränderte die politische wie religiöse Landkarte Europas. Bis heute hält die Auseinandersetzung mit diesem Krieg an. Peter H. Wilson versucht alle Aspekte in den Blick zu nehmen: beginnend mit der Vorgeschichte des Krieges und einem europaweiten Panorama der strukturellen Gegebenheiten über eine breite Schilderung des Kriegsgeschehens bis hin zum Westfälischen Frieden und den Folgen.

Wilson, Peter H.
Theiss
Die Außenseiter – Flucht, Flüchtlinge und Integration
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Außenseiter – Flucht, Flüchtlinge und Integration

Die Außenseiter – Flucht, Flüchtlinge und Integration

Flucht und Integration gehören zu den beherrschenden Themen der Gegenwart. Sie sind ein maßgeblicher Grund für den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und drohen, die EU zu spalten. Ein Blick in die Tiefen der Geschichte relativiert allerdings die »Flüchtlingskrise« des Jahres 2015. Seit 1492 die sephardischen Juden von der iberischen Halbinsel vertrieben wurden, ist Europa immer ein Kontinent der Flüchtlinge gewesen. Philipp Ther geht den Gründen der Flucht nach: religiöse Intoleranz, radikaler Nationalismus und politischer Verfolgung. Anhand von Lebensgeschichten veranschaulicht er die Not auf der Flucht, identifiziert Faktoren für gelingende Integration und erörtert das wiederholte Versagen der internationalen Politik sowie die Lehren, die daraus etwa in der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 gezogen wurden.

Ther, Philipp
Suhrkamp
Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute

Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute

Was wir konsumieren ist zu einem bestimmenden Aspekt unseres Lebens geworden. Wir definieren uns über unseren Besitz, und dieser Lebensstil hat enorme Folgen für die Erde. Wie kam es dazu, dass wir heute mit einer derart großen Menge an Dingen leben, und wie hat das den Lauf der Geschichte verändert? Frank Trentmann, Historiker am Londoner Birkbeck College, erzählt in seinem Buch die Geschichte des Konsums.

 

Trentmann, Frank
DVA
Adam Smith. Wohlstand und Moral
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Adam Smith. Wohlstand und Moral

Adam Smith. Wohlstand und Moral

Adam Smith war nicht nur der wichtigste Vordenker von Kapitalismus und Marktwirtschaft, sondern auch ihr erster grundlegender Kritiker. Das zeigt Gerhard Streminger in seiner aus den Quellen gearbeiteten Biographie des "ökonomischen Luther", wie Friedrich Engels Smith einmal nannte. Smith war nicht nur Wirtschaftstheoretiker, der die zentrale Rolle des Marktes betonte, sondern auch Moralphilosoph. Auch das Bild des Privatmanns Smith ist korrekturbedürftig. Er gilt als sauertöpfisch und sehr professoral. Wahr ist hingegen, dass er überaus empathisch, wohlwollend und freigiebig war und zudem zeitlebens ein ziemlich hitziges Gemüt besaß.

 

Streminger, Gerhard
C.H.Beck
Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit

Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit

Dass eine Frau im 18. Jahrhundert regierte war schon etwas besonderes, dass Kaiserin Maria Theresia das Geschäft des Regierens als ihre persönliche Aufgabe derart ernst nahm war wirklich außergewöhnlich. Damit unterschied sie sich von vielen europäischen Monarchen, die lieber ihren Neigungen nachgingen und die Amtsgeschäfte anderen überließen. Barbara Stollberg-Rilinger versucht in diesem Buch alle Facetten einer der größten Herrscherinnen zu auszuleuchten.

Stollberg-Rilinger, Barbara
C.H.Beck
Julius Tandler. Zwischen Humanismus und Eugenik
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Julius Tandler. Zwischen Humanismus und Eugenik

Julius Tandler. Zwischen Humanismus und Eugenik

Julius Tandler war Mitbegründer des Weltrufs der Wiener medizinischen Schule. Ebenso gilt er als legendärer Wohlfahrts- und Gesundheitsstadtrat des „Roten Wien“ der Zwischenkriegszeit. Mit seinem Namen untrennbar verbunden ist die Schaffung eines modernen und humanen Wohlfahrtsstaats. Seit den 1990er Jahren werden Tandlers Äußerungen zu Bevölkerungspolitik, Eugenik und der Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ von wissenschaftlicher Seite zunehmend beanstandet und diskutiert. In dieser Studie werden sämtliche hinsichtlich ihrer Humanität problematische Aussagen Tandlers kritisch untersucht. Das Buch zeichnet ein differenziertes Bild der Gesamtpersönlichkeit und hält die Balance zwischen notwendiger Kritik und der Anerkennung der historischen Verdienste.

Schwarz, Peter
Edition Steinbauer
Der Morgen der Welt – Geschichte der Renaissance
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Der Morgen der Welt – Geschichte der Renaissance

Der Morgen der Welt – Geschichte der Renaissance

Die Renaissance war eine Revolution, die erst Europa und dann die ganze Welt für immer veränderte. Um die Wurzeln dieser Epoche freizulegen, blickt Bernd Roeck auch ins Mittelalter und die Antike zurück. Er erzählt von Kaufleuten und Dichtern, klugen Frauen und monströsen Männern, von den Großen der Zeit und den Kleinen, die fern der Paläste mit Krankheit und Hunger kämpften.

Roeck, Bernd
C.H.Beck
Unter Beobachtung. Österreich 1918-2018
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Unter Beobachtung. Österreich 1918-2018

Unter Beobachtung. Österreich 1918-2018

Das neue Buch von Manfried Rauchensteiner ist die Fortsetzung seines Werks über den Ersten Weltkriegs und reicht bis in die Gegenwart: von Deutschösterreich, die Alpen- und Donaugaue des Großdeutschen Reichs über die Gründung der zweiten Republik bis hin zur kleinen Koalition 2000 und der längsten Bundespräsidentenwahl 2016.

Rauchensteiner, Manfried
Böhlau
Johannes Kepler. Die Entdeckung der Weltharmonie
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Johannes Kepler. Die Entdeckung der Weltharmonie

Johannes Kepler. Die Entdeckung der Weltharmonie

Thomas Posch entwirft in dieser aktuellen Biographie ein umfassendes Porträt Keplers, der auch als Naturphilosoph, Mathematiker und Theologe wirkte. Sein Lebensweg entfaltet sich vor dem historischen Panorama einer Wendezeit, die der Dreißigjährige Krieg bis in die Grundfesten erschütterte. Der Mutter drohte der Scheiterhaufen wegen Hexerei. In Briefen gewährt Kepler berührende Einblicke in sein Innerstes. Der Rückgriff auf bisher kaum bekannte Dokumente macht die Darstellung lebendig, die sich auf neuestem Wissensstand bewegt. Keplers Errungenschaften werden in das Lebensbild verwoben.

Posch, Thomas
Theiss
Am Rand der Welt. Eine Geschichte der Nordsee
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Am Rand der Welt. Eine Geschichte der Nordsee

Am Rand der Welt. Eine Geschichte der Nordsee

Michael Pye, Historiker, erzählt die Geschichte rund um das Nordmeer. Denn die Nordsee ist mehr als das Meer der Wikinger und der Hanse. Bereits im Mittelalter überquerten Heilige und Spione, Philosophen und Piraten, Künstler und Händler die raue See. Dabei schildert er, wie immer wieder neue Entdeckungen und revolutionäre Ideen über das Wasser getragen wurden.

Pye, Michael
S. Fischer
Marx. Der Unvollendete
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Marx. Der Unvollendete

Marx. Der Unvollendete

Seit der Kommunismus in seinem Namen – aber nicht in seinem Sinne – Geschichte ist, feiert er ein Comeback. Anlässlich seines 200. Geburtstags erkundet Jürgen Neffe dessen Ursachen – in Marx´ Schriften wie in seiner Biografie. Er schildert das Leben eines Flüchtlings und geduldeten Staatenlosen, der für seine Überzeugungen keine Opfer scheut. Mit seiner Analyse des Kapitalismus als entfesseltes System sagt er die globalisierte Welt unserer Tage bis hin zur Finanzkrise voraus. Neffe zeichnet die Entwicklung der Marxschen Gedankenwelt von Entfremdung und Ausbeutung in den Frühschriften bis zur ausgereiften Krisentheorie im Kapital nicht nur nach. Als Popularisierer der Wissenschaft erklärt er die Theorien und konfrontiert sie mit der Realität des 21. Jahrhunderts

Neffe, Jürgen
C. Bertelsmann
Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas

Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas

Aram Mattioli erzählt die Geschichte der Indianer und ihrer Vernichtung von 1700 bis 1900. Dabei versucht er die politischen Motive aller Seiten im erbarmungslosen Kampf um den Kontinent zu ergründen. So bezieht er nicht nur die Sicht der weißen Siedler sondern auch die der »Besiegten« mit ein und zeigt wie indianische Nationen ganz unterschiedlich auf die Landnahme reagierten.

Mattioli, Aram
Klett-Cotta
Die Stadt von der Neuzeit bis zum 19. Jahrhundert: Urbane Entwürfe in Europa und Nordamerika
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Stadt von der Neuzeit bis zum 19. Jahrhundert: Urbane Entwürfe in Europa und Nordamerika

Die Stadt von der Neuzeit bis zum 19. Jahrhundert: Urbane Entwürfe in Europa und Nordamerika

Nach seiner überaus erfolgreichen Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert hat Vittorio Magnago Lampugnani nun gewissermaßen den Vorläufer zu seinem Opus Magnum verfasst. Aus der Entwicklung von der Neuzeit zum 19. Jahrhundert greift er die wohl glorreichsten, gewiss aber entscheidenden Momente heraus und entwirft ein funkelndes Kaleidoskop abendländischer Stadtbaukunst: Von den mittelalterlichen Stadtstaaten über die urbanistischen Erfindungen der Renaissance und die perspektivischen Strategien des Barock bis zu den gewaltigen Modernisierungen, durch die sich das Bürgertum die traditionelle Stadt aneignete.

Lampugnani, Vittorio Magnano
Wagenbach
Die Flucht der Dichter und Denker. Wie Europas Künstler und Intellektuelle den Nazis entkamen
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Flucht der Dichter und Denker. Wie Europas Künstler und Intellektuelle den Nazis entkamen

Die Flucht der Dichter und Denker. Wie Europas Künstler und Intellektuelle den Nazis entkamen

Sie waren weltberühmte Schriftsteller und gefeierte Dirigenten, Nobelpreisträger, Universitätsprofessoren, Juden und Christen, Politiker und Zeitungsredakteure, die ein gemeinsames Schicksal einte: Die Nationalsozialisten wollten sie ermorden. Im Juni 1940 organisiert Thomas Mann in New York eine beispiellose Rettungsaktion für verfolgte Dichter und Denker in Europa. Ausgestattet mit viel Geld und einer Liste mit 200 Namen wird der junge, exzentrische Amerikaner Varian Fry nach Lissabon geschickt, um diese Vertreter der geistigen Elite aus Europa zu schleusen. Herbert Lackner erzählt in diesem Buch ein Stück Zeitgeschichte – ein Thema, das viele Parallelen zu heute aufweist.

Lackner, Herbert
Ueberreuter
Die Anfänge von Allem
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Anfänge von Allem

Die Anfänge von Allem

Jürgen Kaube, Herausgeber der FAZ und Wissenschaftsautor, schreibt in seinem neuen Buch von den Anfängen der Menschheit. Er will dabei verschiedensten Fragen auf den Grund gehen: Seit wann gibt es den aufrechten Gang, und wie entstand das Wunder der Sprache? Wie kamen Religion, Recht, Handel, Geld, Musik oder Städtebau in die Welt?

Kaube, Jürgen
Rowohlt
Habsburg. Geschichte eines Imperiums 1740 bis 1918
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Habsburg. Geschichte eines Imperiums 1740 bis 1918

Habsburg. Geschichte eines Imperiums 1740 bis 1918

Als das Reich der Habsburger unteilbar wurde, war damit der Grundstein für eines der mächtigsten Reiche gelegt. Pieter Judson erzählt diese Geschichte chronologisch vom 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Dabei geht er neben der politischen Geschichte immer auch auf den Alltag der Menschen ein. So gerät eine Gesellschaft in den Blick, die zwar vielsprachig war, aber erst im Laufe des 19. Jahrhunderts "Völker" voneinander abgrenzte.

Judson, Pieter M.
C.H.Beck
Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts

Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts

Leonhard Horowski führt in seinem Buch durch die Welten des Adels in Europa im 17. und 18. Jahrhundert. Er begleitet sie auf die Schlachtfelder des Krieges wie auf die der Heiratspolitik. Er zeichnet ein Porträt des Adels vom Europa der Könige, das an sich und seinem dynastischem Denken schließlich gescheitert ist.

Horowski, Leonhard
Rowohlt
Homo Deus
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Homo Deus

Homo Deus

In seinem neuen Buch stellt Noah Yuval Harari die Frage was mit uns und unserem Planeten passieren wird, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen. Und wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler?

Harari, Yuval Noah
C.H.Beck
Die Besiegten. Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Besiegten. Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs

Die Besiegten. Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs

Der Waffenstillstand vom 11. November 1918 beendete das Sterben auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs, doch nicht überall trat damit Frieden ein. Vor allem die Verlierer des Krieges versanken in einer Spirale der Gewalt. Robert Gerwarth versucht mit seinem neuen Buch das Ausmaß dieses Krieges aufzuzeigen und warum das Schicksal der Besiegten der Schlüssel zum Verständnis des 20. Jahrhunderts ist.

Gerwarth, Robert
Siedler
Die zweite Renaissance
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die zweite Renaissance

Die zweite Renaissance

Galilei und Kopernikus. Da Vinci, Dürer und Michelangelo. Luther und Shakespeare. Die Fugger und die Medici. Unsterbliche Namen, die mit ihren Werken und Entdeckungen für eine Kulturepoche stehen, die ihresgleichen sucht: die Renaissance. Doch so glanzvoll und bedeutend die politischen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen einerseits waren, so düster und tragisch war die Renaissance auf der anderen Seite. Die Pest entvölkerte fast ein Drittel Europas, massive soziale Spannungen entluden sich in Aufständen bis hin zu den Bauernkriegen, und der Inquisition fielen Zehntausende zum Opfer.
Ian Goldin, einer der Vordenker der Globalisierung, zeigt, dass die Menschheit wie damals zur Zeit der Renaissance am Ende des Mittelalters vor der umfassendsten Transformation seit einem halben Jahrtausend steht. Mit riesigen Chancen und gleichsam gewaltigen Risiken. Der Oxford-Ökonom zieht einen Vergleich und zeigt, dass alles, was unsere heutige Zeit bestimmt, Mega-Cities, Massenmigration, religiöser Fanatismus wie der des IS oder revolutionäre Erfindungen, auch so den Verlauf der Renaissance bestimmte.

Ian Goldin
FinanzBuch Verlag
Dynastie. Glanz und Elend der römischen Kaiser von Augustus bis Nero
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Dynastie. Glanz und Elend der römischen Kaiser von Augustus bis Nero

Dynastie. Glanz und Elend der römischen Kaiser von Augustus bis Nero

Aufstieg und Niedergang eines römischen Kaiserhauses: Hofintrigen, die große Politik, atemberaubende Bauprojekte, die Eroberungszüge, nächtelange Orgien und exotische Gladiatorenkämpfe – das ist die Bühne, auf der Kaiser agieren, ihre Macht etablieren und das Imperium nach dem Zusammenbruch der Republik neu ordnen. Holland entlarvt zugleich manche Klischees von dekadenten römischen Herrschern und weiß doch das »Menschlich-Allzumenschliche« der politischen Akteure in Szene zu setzen: Tiberius, der große Feldherr, der sich verbittert auf Capri zurückzog, berüchtigt für seine perversen Neigungen, Caligula, ein Meister der Grausamkeit und Provokation, der sein Pferd zum Konsul machte, Nero, der sich als Künstler sah, einen Eunuchen heiratete und einen gigantischen Palast im Zentrum Roms bauen ließ.

Tom Holland
Klett-Cotta
Das wilde Europa. Der Balkan in den Augen westlicher Reisender
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Das wilde Europa. Der Balkan in den Augen westlicher Reisender

Das wilde Europa. Der Balkan in den Augen westlicher Reisender

Wie wurde der Balkan von westeuropäischen Reisenden und Experten von der Mitte des 16. bis zum späten 20. Jahrhundert wahrgenommen? Viele von ihnen verstanden die Region als Teil Asiens und trachteten dementsprechend danach, die Zeitgenossen über die dort herrschenden 'exotischen' 'seltsamen' und 'primitiven' Sitten zu informieren. Boidar Jezernik untersucht über tausend Originalberichte und vergleicht Schilderungen in einem Zeitraum von beinahe einem halben Jahrtausend. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass die über die Jahrhunderte tradierten Eindrücke in vielerlei Hinsicht mehr über Westeuropa aussagen als über die bereisten Länder und Völker.

Bozidar Jezernik
Böhlau
Höllensturz
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Höllensturz

Höllensturz

Das europäische zwanzigste Jahrhundert war geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen. Europa erlebte gewaltige Turbulenzen, die Hölle zweier Weltkriege in der ersten Jahrhunderthälfte und tiefgreifende Veränderungen. Der britische Historiker Ian Kershaw erzählt die Geschichte dieses Kontinents vom Vorabend des Ersten Weltkriegs bis in die Zeit des beginnenden Kalten Kriegs Ende der vierziger Jahre, nachdem die europäische Zivilisation an den Rand der Selbstzerstörung gelangt war. Ethnische Auseinandersetzungen, aggressiver Nationalismus und Gebietsstreitigkeiten, Klassenkonflikte und die tiefe Krise des Kapitalismus waren die treibenden Kräfte, die Kershaw dabei besonders in den Blick nimmt. Neben den großen Entwicklungslinien in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft schildert er auch immer wieder Erlebnisse und Erfahrungen einzelner, die einen Eindruck geben vom Leben im Europa der ersten Jahrhunderthälfte.

Ian Kershaw
DVA
Amerika vor Kolumbus
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Amerika vor Kolumbus

Amerika vor Kolumbus

Kolumbus’ Ankunft in Amerika veränderte den Kontinent fundamental. Zwei Zivilisationen trafen aufeinander, die bis dahin nichts voneinander wussten und deren Historie und Kultur unterschiedlicher nicht hätten sein können. Mit der Ankunft der Europäer rafften Masern, Pocken und die Grippe einen Großteil der Ureinwohner dahin, Kriege entmachteten sie. Charles C. Mann erzählt in Amerika vor Kolumbus vom Ende einer Ära und schreibt die erste Geschichte des vorkolumbischen Amerikas. Er räumt auf mit verbreiteten Mythen und zeigt, dass die indianischen Kulturen oftmals weiter entwickelt waren als die europäische. Ihre Boote waren schneller und wendiger, ihre Städte größer als das damalige Paris, und von unberührter Natur kann keine Rede sein: Ihre Mais-, Kürbis- und Kartoffelanbauflächen prägen noch heute weite Teile des Kontinents.

Charles C. Mann
Rowohlt