Die Sieger stehen fest!

Wir gratulieren den Autorinnen und Autoren!

Wir freuen uns, dass auch diesmal wieder knapp 8.000 Stimmen für die Wahl zum besten Wissenschaftsbuch des Jahres eingelangt sind.

Die Gewinner:

Angela Stöger: Elefanten (Brandstätter); Jens Wietschorke: Wien – Berlin (Reclam); Katharina von der Gathen und Anke Kuhl: Radieschen von unten (Brandstätter); Daniela Angetter-Pfeiffer: Als die Dummheit die Forschung erschlug (Amalthea).

Die Preisverleihung

Am 15. April 2024 findet in der Wiener Aula der Wissenschaften die Preisverleihung statt – Sie können sich demnächst kostenlos für diese Veranstaltung anmelden!

Folgende Bücher haben 2024 in den vier Kategorien gewonnen:

Wien – Berlin. Wo die Moderne erfunden wurde
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft

Wien – Berlin. Wo die Moderne erfunden wurde

LAUDATIO Die Großstädte Berlin und Wien wetteiferten oft miteinander und wurden dementsprechend häufig verglichen. Jens Wietschorke hat die Beziehungsgeschichte der beiden Metropolen noch genauer unter die Lupe genommen: Wien und Berlin waren nämlich insbesondere während der klassischen Moderne, also in den Jahren 1870 bis 1930, wie es Wietschorke gleich zu Beginn seiner umfassenden wie unterhaltsamen Studie treffend nennt, »Magnete«. Beide Städte zogen sich an und stießen sich ab – in der Kultur, bei sozialen Milieus und intellektuellen Phänomenen. Der Ethnologe und Kulturwissenschaftler nimmt diese rivalisierenden Zentren in den Fokus – politisch, kulturell, geistesgeschichtlich – und beschreibt elegant und klug argumentierend dieses Wechsel- und Abgrenzungsverhältnis inklusive seiner Wissens- und Kulturtransfers. Was den Autor jedoch vor allem interessiert, ist ein vergleichender analytischer Blick eines »Zirkulationsprozess zwischen Klischee und Wirklichkeit«. So entsteht ein Kaleidoskop der deutschsprachigen Moderne, das vieles neu beleuchtet und in beiden Städten bis heute wohl gehütete Ressentiments dekonstruiert. Eine überaus erhellende Untersuchung von Klischees und stereotyp tradierten Vorstellungen!
weiter zum Buch
Wietschorke, Jens
Reclam
Elefanten. Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander
Naturwissenschaft/Technik

Elefanten. Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander

LAUDATIO Ihr Gedächtnis ist sprichwörtlich. Und auch sonst faszinieren Elefanten, weil sie so viel mit Menschen gemein haben: Sie können sich im Spiegel erkennen, haben individuelle Charaktere und gehen ähnlich mit Verstorbenen um. Angela Stöger, eine der weltweit renommiertesten Experten der Spezies, zeigt die Welt dieser Tiere eindrucksvoll: Wir erfahren, wie sie kommunizieren, denken und fühlen. Somit hilft dieses Buch dank neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verstehen, wie die Dickhäuter unsere Welt wahrnehmen. Stöger hat in zoologischen Gärten, in Nationalparks und in Tierauffangstationen auf mehreren Kontinenten Intelligenz und Emotionalität der Elefanten erforscht. Diese zahlreichen Erkenntnisse bilden das Fundament eines Buchs, das empathisch wie mitreißend diesen komplexen Kreaturen ein gelehrtes Denkmal errichtet –  instruktiv und in jeder Hinsicht respektvoll. So verweist Stöger zum Beispiel auf den hoch entwickelten Hippocampus der Elefanten: die für Sensibilität, Fürsorglichkeit und Empathie zuständige Großhirnregion. Plastisch schildert die Zoologin, wie Elefanten denken, kommunizieren und in einem anspruchsvollen Sozialsystem agieren. Und sie beschreibt, wie sehr Elefanten durch Wilderei und Klimawandel vom Aussterben bedroht sind. Am Ende ist dieses Buch daher auch ein eindringlicher Appell für den Schutz dieser Tiere und ihrer Umwelt.
weiter zum Buch
Stöger, Angela
Brandstätter
Als die Dummheit die Forschung erschlug. Die schwierige Erfolgsgeschichte der österreichischen Medizin
Medizin/Biologie

Als die Dummheit die Forschung erschlug. Die schwierige Erfolgsgeschichte der österreichischen Medizin

LAUDATIO Die österreichische Medizin gehört schon lange zum internationalen Spitzenfeld; wie etwa die Namen Sigmund Freud, Alfred Adler, Theodor Billroth oder Julius Wagner-Jauregg bezeugen. Viele dieser bahnbrechenden Leistungen heute weltbekannter Ärzt/innen scheiterten aber zunächst häufig an Kollegenneid, dem Unverständnis der Politik oder fehlendem Geld. Selbst vor Nobelpreisträgern wie Robert Bárány oder Karl Landsteiner machten Mobbing und Vertreibung von Ärzt/innen nicht halt. Unverstanden von der eigenen Zeit und ihrer öffentlichen Meinung, scheiterten so einige. In diesem Spannungsfeld zwischen Pioniergeist und Ignoranz ruft Daniela Angetter-Pfeiffer ein informatives Stück Wissenschaftsgeschichte, viele dieser Vergessenen und ihre Verdienste wieder in Erinnerung. Mit leichter Hand zeichnet sie auf der Grundlage intensiver Archivrecherchen, wie zahlreiche medizinische Innovatoren Opfer von Fortschrittsverweigerung, Borniertheit und Missgunst und ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch von antisemitischem Hass wurden. Angetter-Pfeiffer legt hier eine instruktive und informative Geschichte der Wissenschaftsignoranz und Fortschrittsfeindlichkeit vor, die Parallelen zur Gegenwart erschreckend deutlich macht.
weiter zum Buch
Angetter-Pfeiffer, Daniela
Amalthea
Radieschen von unten. Das bunte Buch über den Tod für neugierige Kinder
Junior-Wissensbücher

Radieschen von unten. Das bunte Buch über den Tod für neugierige Kinder

LAUDATIO Sie gehören in unserer Kultur immer noch zu den Tabuthemen: Der Tod und das Sterben. Daher gibt es für Erwachsene oft fordernde Fragen, die nicht immer einfach zu beantworten sind, wenn Kinder plötzlich mit dem Ableben konfrontiert werden. Kinder sind nämlich in der Regel neugierig und wollen wissen, wie das ist mit dem Sterben – zum Beispiel wie es sich anfühlen könnte und was dabei eigentlich genau passiert. Dieses Buch von Katharina von der Gathen liefert mit viel Feingefühl und Achtsamkeit unzählige Informationen rund um dieses sensible Thema und schafft einen beachtenswerten Ausgleich zwischen Ernsthaftigkeit, Humor und Respekt, was die gewitzten Illustrationen von Anke Kuhl noch zusätzlich untermalen. Katharina von der Gathen, geboren 1973, studierte Sonderpädagogik und arbeitet als Sexualpädagogin und Autorin in Bonn, wo sie auch mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt. Anke Kuhl, Jahrgang 1970, hat in Mainz und Offenbach das Zeichnen studiert und arbeitet seit 1998 in der Frankfurter Ateliergemeinschaft »labor«. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main.
Von der Gathen, Katharina | Kuhl, Anke
Klett Kinderbuch, ab 8

Shortlist

Folgende Sachbücher standen diesmal zur Wahl:

Wien – Berlin. Wo die Moderne erfunden wurde
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft

Wien – Berlin. Wo die Moderne erfunden wurde

LAUDATIO Die Großstädte Berlin und Wien wetteiferten oft miteinander und wurden dementsprechend häufig verglichen. Jens Wietschorke hat die Beziehungsgeschichte der beiden Metropolen noch genauer unter die Lupe genommen: Wien und Berlin waren nämlich insbesondere während der klassischen Moderne, also in den Jahren 1870 bis 1930, wie es Wietschorke gleich zu Beginn seiner umfassenden wie unterhaltsamen Studie treffend nennt, »Magnete«. Beide Städte zogen sich an und stießen sich ab – in der Kultur, bei sozialen Milieus und intellektuellen Phänomenen. Der Ethnologe und Kulturwissenschaftler nimmt diese rivalisierenden Zentren in den Fokus – politisch, kulturell, geistesgeschichtlich – und beschreibt elegant und klug argumentierend dieses Wechsel- und Abgrenzungsverhältnis inklusive seiner Wissens- und Kulturtransfers. Was den Autor jedoch vor allem interessiert, ist ein vergleichender analytischer Blick eines »Zirkulationsprozess zwischen Klischee und Wirklichkeit«. So entsteht ein Kaleidoskop der deutschsprachigen Moderne, das vieles neu beleuchtet und in beiden Städten bis heute wohl gehütete Ressentiments dekonstruiert. Eine überaus erhellende Untersuchung von Klischees und stereotyp tradierten Vorstellungen!
weiter zum Buch
Wietschorke, Jens
Reclam
Müll. Eine schmutzige Geschichte der Menschheit
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Die Wittgensteins. Geschichte einer unglaublich reichen Familie
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Warum wir Kriege führen. Und wie wir sie beenden können
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Der große Rausch. Warum Drogen kriminalisiert werden. Eine globale Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute
Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft
Elefanten. Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander
Naturwissenschaft/Technik

Elefanten. Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander

LAUDATIO Ihr Gedächtnis ist sprichwörtlich. Und auch sonst faszinieren Elefanten, weil sie so viel mit Menschen gemein haben: Sie können sich im Spiegel erkennen, haben individuelle Charaktere und gehen ähnlich mit Verstorbenen um. Angela Stöger, eine der weltweit renommiertesten Experten der Spezies, zeigt die Welt dieser Tiere eindrucksvoll: Wir erfahren, wie sie kommunizieren, denken und fühlen. Somit hilft dieses Buch dank neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verstehen, wie die Dickhäuter unsere Welt wahrnehmen. Stöger hat in zoologischen Gärten, in Nationalparks und in Tierauffangstationen auf mehreren Kontinenten Intelligenz und Emotionalität der Elefanten erforscht. Diese zahlreichen Erkenntnisse bilden das Fundament eines Buchs, das empathisch wie mitreißend diesen komplexen Kreaturen ein gelehrtes Denkmal errichtet –  instruktiv und in jeder Hinsicht respektvoll. So verweist Stöger zum Beispiel auf den hoch entwickelten Hippocampus der Elefanten: die für Sensibilität, Fürsorglichkeit und Empathie zuständige Großhirnregion. Plastisch schildert die Zoologin, wie Elefanten denken, kommunizieren und in einem anspruchsvollen Sozialsystem agieren. Und sie beschreibt, wie sehr Elefanten durch Wilderei und Klimawandel vom Aussterben bedroht sind. Am Ende ist dieses Buch daher auch ein eindringlicher Appell für den Schutz dieser Tiere und ihrer Umwelt.
weiter zum Buch
Stöger, Angela
Brandstätter
Die KI sei mit euch. Macht, Illusion und Kontrolle algorithmischer Vorhersage
Naturwissenschaft/Technik
Von der Savanne aufs Sofa. Eine Evolutionsgeschichte der Katze
Naturwissenschaft/Technik
Ostalpen-Saga. Die Biografie eines Gebirges
Naturwissenschaft/Technik
Das Brevier der Verwandlungen. Metamorphosen im Tierreich
Naturwissenschaft/Technik
Achtung, Hormone. Alles über die Botenstoffe, die unser Leben lenken
Medizin/Biologie
Das Lied der Zelle. Wie die Biologie die Medizin revolutioniert – Medizinischer Fortschritt und der Neue Mensch
Medizin/Biologie
Wie Gefühle entstehen. Eine neue Sicht auf unsere Emotionen
Medizin/Biologie
Being Human. Wie unser Körper Weltgeschichte schrieb
Medizin/Biologie
Als die Dummheit die Forschung erschlug. Die schwierige Erfolgsgeschichte der österreichischen Medizin
Medizin/Biologie

Als die Dummheit die Forschung erschlug. Die schwierige Erfolgsgeschichte der österreichischen Medizin

LAUDATIO Die österreichische Medizin gehört schon lange zum internationalen Spitzenfeld; wie etwa die Namen Sigmund Freud, Alfred Adler, Theodor Billroth oder Julius Wagner-Jauregg bezeugen. Viele dieser bahnbrechenden Leistungen heute weltbekannter Ärzt/innen scheiterten aber zunächst häufig an Kollegenneid, dem Unverständnis der Politik oder fehlendem Geld. Selbst vor Nobelpreisträgern wie Robert Bárány oder Karl Landsteiner machten Mobbing und Vertreibung von Ärzt/innen nicht halt. Unverstanden von der eigenen Zeit und ihrer öffentlichen Meinung, scheiterten so einige. In diesem Spannungsfeld zwischen Pioniergeist und Ignoranz ruft Daniela Angetter-Pfeiffer ein informatives Stück Wissenschaftsgeschichte, viele dieser Vergessenen und ihre Verdienste wieder in Erinnerung. Mit leichter Hand zeichnet sie auf der Grundlage intensiver Archivrecherchen, wie zahlreiche medizinische Innovatoren Opfer von Fortschrittsverweigerung, Borniertheit und Missgunst und ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch von antisemitischem Hass wurden. Angetter-Pfeiffer legt hier eine instruktive und informative Geschichte der Wissenschaftsignoranz und Fortschrittsfeindlichkeit vor, die Parallelen zur Gegenwart erschreckend deutlich macht.
weiter zum Buch
Angetter-Pfeiffer, Daniela
Amalthea
Bio-Diversi-Was? Reise in die fantastische Welt der Artenvielfalt
Junior-Wissensbücher
Wie rettet man Kunst?
Junior-Wissensbücher

Wie rettet man Kunst?

Meyer, Fabienne | Wulff, Sibylle | Leykamm, Martina
Karl Rauch, ab 8
Wir mussten flüchten. Was es bedeutet, die Heimat zu verlassen und irgendwo neu anzufangen
Junior-Wissensbücher
Radieschen von unten. Das bunte Buch über den Tod für neugierige Kinder
Junior-Wissensbücher

Radieschen von unten. Das bunte Buch über den Tod für neugierige Kinder

LAUDATIO Sie gehören in unserer Kultur immer noch zu den Tabuthemen: Der Tod und das Sterben. Daher gibt es für Erwachsene oft fordernde Fragen, die nicht immer einfach zu beantworten sind, wenn Kinder plötzlich mit dem Ableben konfrontiert werden. Kinder sind nämlich in der Regel neugierig und wollen wissen, wie das ist mit dem Sterben – zum Beispiel wie es sich anfühlen könnte und was dabei eigentlich genau passiert. Dieses Buch von Katharina von der Gathen liefert mit viel Feingefühl und Achtsamkeit unzählige Informationen rund um dieses sensible Thema und schafft einen beachtenswerten Ausgleich zwischen Ernsthaftigkeit, Humor und Respekt, was die gewitzten Illustrationen von Anke Kuhl noch zusätzlich untermalen. Katharina von der Gathen, geboren 1973, studierte Sonderpädagogik und arbeitet als Sexualpädagogin und Autorin in Bonn, wo sie auch mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt. Anke Kuhl, Jahrgang 1970, hat in Mainz und Offenbach das Zeichnen studiert und arbeitet seit 1998 in der Frankfurter Ateliergemeinschaft »labor«. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main.
Von der Gathen, Katharina | Kuhl, Anke
Klett Kinderbuch, ab 8
Eine Million Punkte
Junior-Wissensbücher