Medizin/Biologie
Bekämpft und verboten. Frauen in der Medizin
Daniela Angetter-Pfeiffer erzählt von Frauen, die heilten, obwohl man ihnen misstraute und die forschten, auch wenn ihre Arbeit geringgeschätzt wurde. Von der Pionierin der Krankenversorgung Florence Nightingale, die Medizinnobelpreisträgerin Gerty Cori, die nur im Schatten ihres Ehemannes forschen konnte, Österreichs erster Gesundheitsministerin Ingrid Leodolter oder Jennifer Doudna und Emanuelle Charpentier, die 2020 als erstes rein weibliches Forscherteam den Nobelpreis erhielten. Dieses Buch erzählt von Ausgrenzung, Verfolgung und verlorenen Karrieren, aber auch von Mut, Widerstand und Engagement.
Daniela Angetter-Pfeiffer ist Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Geschichte der Erdwissenschaften der Österreichischen Geologischen Gesellschaft und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage (ACDH-CH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).
Mythen, Macht & Muttermund. Eine feministische Geschichte der Geburt
Geburten sind zentral für das Fortbestehen unserer Gesellschaft, und doch wissen wir erstaunlich wenig darüber, wie Menschen das Gebären tatsächlich erleben. Oft werden diese Erfahrungen als Nischenthema abgetan. Helena Barop zeigt, dass dahinter eine lange Geschichte der Bevormundung von Schwangeren steckt – und dass Gewalt unter der Geburt kein neues Phänomen ist, sondern tief in patriarchalen Machtstrukturen wurzelt. Sie macht sichtbar, wie sehr sich die Bedingungen des Gebärens verändert haben – und dass erst seit kurzer Zeit die Geburtserlebnisse von Frau und Kind überhaupt in den Mittelpunkt rücken.
Helena Barop studierte in Freiburg und Rom Geschichte und Philosophie und arbeitet seit 2021 als freie Autorin.
The Power of the Mind. Was die Kraft unseres Denkens bewirken kann
Halt, Orientierung, Gemeinschaft und Identität – danach sehnen wir uns alle, erfahren diese menschlichen Grundbedürfnisse aber immer seltener. Was können wir selbst tun, um diesem Zustand wirksam entgegenzutreten? Dieser Frage widmet sich Rebecca Böhme in ihrem neuen Buch. Unser Gehirn erschafft unsere Erwartungen, Einstellungen und unser Selbstbild. Es konstruiert permanent Modelle der Welt. Erst wenn wir diese neurobiologischen und verhaltensphysiologischen Vorgänge verstehen, können wir bewusst und gezielt eingreifen und uns von äußeren Einflüssen befreien. Rebecca Böhme zeigt, wie wir eigene Kräfte mobilisieren können.
Rebecca Böhme forscht am Zentrum für soziale und affektive Neurowissenschaften in Linköping, Schweden.
Künstliche Intelligenz und Psychotherapie
Die rasanten Fortschritte der Künstlichen Intelligenz eröffnen neue Horizonte in der Psychotherapie: von KI-gestützter Diagnostik über personalisierte Therapieansätze bis hin zu virtuellen Therapeuten. Die Autor/innen beleuchten, wie KI die therapeutische Praxis verändert – mitsamt Chancen, Risiken und ethischen Fragen. Es bietet einen Überblick über aktuelle Technologien, konkrete Anwendungsfelder und gesellschaftliche Implikationen. Dabei steht stets die zentrale Frage im Raum: Kann KI den Menschen im therapeutischen Prozess unterstützen – oder gar ersetzen?
Christiane Eichenberg ist Leiterin des Instituts für Psychosomatik der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Henrik Bischoff ist Psychologe und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien. Julian Krusche ist PraeDoc am Institut für Psychosomatik der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien.
Das fühlende Gedächtnis. Wie unser Gehirn Erinnerungen überschreibt – und warum das lebenswichtig ist
Unter Gedächtnis verstehen wir für gewöhnlich die Erlebnisse und Eindrücke aus der Vergangenheit, die sich vollständig und intakt in uns einschreiben und irgendwo in unserem Gehirn aufbewahrt werden – als Erinnerungen. Tatsächlich funktioniert unser Gedächtnis aber ganz anders. Jedes Mal, wenn wir eine Erinnerung abrufen, rekonstruieren und konstruieren wir das Erinnerte neu und passen es an die Situation an, in der es gerade gebraucht wird. Ciara Greene und Gillian Murphy nehmen den Leser mit in die neueste Forschung, räumen mit gängigen Mythen auf und erklären, wie unser Gedächtnis wirklich funktioniert.
Ciara Greene ist Associate Professor für Psychologie am University College Dublin und leitet dort das Attention and Memory Laboratory. Gillian Murphy ist Associate Professor an der School of Applied Psychology am University College Cork.
Das digitale Kind. Die unheimliche Verwandtschaft zwischen den neuen Medien und dem kindlichen Gehirn
Die Dominanz von Smartphones und Social Media im Alltag von Kindern ist erschreckend – aber dabei übersehen wir, warum sie sich überhaupt in einem solchen Ausmaß durchsetzen konnten: Erstmals steht uns ein Bündel mächtiger Kommunikationstechnologien zur Verfügung, das nicht primär auf Sprache setzt, sondern auf frühkindliche neurologische Dispositionen. Die Wisch-, Zeige- und Touch-Welt ist auf diese Hirnfunktionen beinahe magisch abgestimmt – als hätte das Kind in uns hier eine neue Heimat gefunden. Florian Heinen erkundet gemeinsam mit Jörg Noller dieses Betriebsgeheimnis der digitalen Revolution.
Florian Heinen ist Professor für Neuropädiatrie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie ärztlicher Leiter des integrierten Sozialpädiatrischen Zentrums im Dr. von Hauner’schen Kinderspital. Jörg Noller lehrt als Privatdozent Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Von Synapsen und Symphonien. Musik neuropsychologisch betrachtet
Musik begleitet uns durch den Alltag und gehört zu den universellsten Ausdrucksformen des Menschen. Sie berührt, motiviert, verbindet und beeinflusst unser Denken oft weit über den Moment des Hörens hinaus. Doch warum übt Musik eine so starke Faszination auf uns aus? Dieses Buch geht dieser Frage aus neuropsychologischer Perspektive nach. Der Autor verbindet aktuelle Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Psychologie und Kognitionsforschung mit einem ganzheitlichen Verständnis von Musik als kognitives, emotionales und soziales Phänomen. Dabei zeigt er, wie eng musikalisches Erleben mit grundlegenden Prozessen des Gehirns verknüpft ist.
Lutz Jäncke ist seit 2022 emeritierter Ordinarius für Neuropsychologie an der Universität Zürich.
EinsamZeit. Warum wir uns zunehmend einsam fühlen und ausgerechnet Alleinsein lernen müssen
Dieses Buch lädt zu einem Perspektivwechsel weg von der gängigen Klage über Einsamkeit als Defizit hin zur Einsamkeitsfähigkeit als menschlicher Stärke ein. Ausgehend von der existenziellen Grundsituation, dass wir als Einzelne geboren werden und als Einzelne sterben, entfaltet der Text ein Bild des Menschseins zwischen Ich und Wir, Autonomie und Zugehörigkeit, Rückzug und Gemeinschaft. Im Zentrum steht die Frage, warum es unserer Zeit zunehmend schwerfällt, dieses Gleichgewicht zu halten. Das Buch entwirft eine konstruktive Vision: Einsamkeit als inneren Ort der Sammlung, Reifung und Freiheit, aus dem echte Verbundenheit erst möglich wird.
Georg Juckel ist Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikum Bochum und leitet die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin. Paraskevi Mavrogiorgou-Juckel ist ebendort Oberärztin und Leiterin der Forschungsabteilung für Experimentelle Psychopathologie.
Das kreative Böse. Die dunkle Seite menschlicher Erfindungskraft
Kreativität gilt als Motor des Fortschritts. Doch sie kann ebenso zerstörerisch wirken. Hinter Betrug, Manipulation, Intrigen und perfiden Verbrechen stecken oft nicht nur rohe Gewalt und Schrecken, sondern erstaunlich viel Kreativität und Innovation. Warum finden Böswillige, Kriminelle und Menschen überhaupt immer neue, unerwartete Wege, um andere zu täuschen, gezielt zu verletzen oder Systeme auszuhebeln? Was ist so anders an bösen Taten, die originell sind, statt blind zerstörerisch? Corinna Perchtold-Stefan öffnet den Blick auf die dunkle Seite menschlicher Erfindungskraft. Sie zeigt, unter welchen Bedingungen Kreativität kippt.
Corinna Perchtold-Stefan ist biologische Psychologin und arbeitet als Privatdozentin an der Universität Graz.
Die sieben Mythen des Alterns. Was wir von der psychologischen Forschung lernen können
Wie prägen Vorstellungen vom Älterwerden die Art, wie wir altern? Christina Ristl und Jana Nikitin gehen dieser Frage nach. Sie nehmen die Mythen rund um das Alter unter die Lupe – von der Gleichsetzung mit Krankheit über den vermeintlichen geistigen Abbau bis zur Annahme, ältere Menschen seien einsam und überflüssig. Jeder Mythos wird mit Forschungsergebnissen konfrontiert und differenziert eingeordnet. Die Forschung zeigt, dass verinnerlichte Altersbilder wie selbsterfüllende Prophezeiungen wirken und messbare Auswirkungen auf Gesundheit, Kognition und Lebenserwartung haben. Altern ist formbarer, als viele denken.
Christina Ristl ist Psychologin und Altersforscherin an der Universität Wien. Jana Nikitin ist Leiterin des Arbeitsbereichs Psychologie des Alterns an der Universität Wien.
Trauma und Gehirn. Wie soziale Erfahrungen die Hirnentwicklung prägen
Das Gehirn ist formbar – besonders in Kindheit und Jugend. Diese Neuroplastizität ermöglicht Entwicklung, macht das Gehirn aber auch anfällig für negative Umwelteinflüsse. Isabella Sarto-Jackson zeigt anhand von Fallstudien, historischen Beispielen und aktuellen Forschungsergebnissen, wie soziale Interaktionen, emotionale Bindungen und traumatische Erfahrungen die Entwicklung des Gehirns prägen. Sie verbindet Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Psychologie, Pädagogik und Evolutionsbiologie und plädiert für ein entschlossenes gesellschaftliches Handeln in der Bildungs- und Sozialarbeit zum Schutz gefährdeter Kinder.
Isabella Sarto-Jackson ist Neurobiologin, Geschäftsführerin des Konrad-Lorenz-Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung in Klosterneuburg und Präsidentin der Austrian Neuroscience Association (ANA).
Aphrodites Zorn – Hysterie und die Enteignung der Sexualität
Wo bleiben die Spuren der Gewalt, die seit jeher von Menschen gegen Menschen ausgeübt wurde, insbesondere die Spuren sexueller Gewalt? Günter Seidlers Antwort: Sie finden auch im Krankheitsbild der Hysterie ihren Ausdruck. Sie ist das Ergebnis transgenerationaler Verarbeitung seelischer Verletzungen auf dem Wege hin zu ihrer sprachlichen Darstellbarkeit. Dabei behandelt der Autor in diesem Zusammenhang auch Themen wie Borderline sowie die dissoziative Identitätsstörung und Traumafolgestörungen. Er zeigt, dass Hysterie mehr ist als ein Krankheitsbild, nämlich ein Versuch, etwas auszudrücken, das sich immer wieder der Formulierung entzieht.
Günter H. Seidler war bis zum Eintritt in den Ruhestand Leiter der Sektion Psychotraumatologie im Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universitätsklinik Heidelberg. Er arbeitet freiberuflich als Autor, Berater und Lehrtherapeut.
Rausch, Gift und Heilung. Irrwege und Umwege medizinischer Behandlungen
Aufstand der Zellen. Warum Krebs in unserem Körper entsteht und wie neue Therapien ihn überlisten können
Leib und Seele. Eine Reise durch die Geschichte der Medizin
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Eingesperrt und ausgegrenzt. Armut, Ausbeutung und Rassismus – eine andere Geschichte der Medizin
Kampf ums Unbewusste. Eine Gesellschaft auf der Couch
Denisova. Die Entdeckung einer neuen Menschenart
Aufstieg und Fall der Menschheit. Warum unsere Spezies am Rand des Aussterbens steht
Rauch und Asche. Die geheime Geschichte des Opiums
Berauscht der Sinne beraubt. Eine Geschichte der Ekstase
Diversität. Der biologische Sinn hinter der Vielfalt von Sex, Gender und Geschlecht
Das Gehirn in der Menopause. Wie wir die bisher unentdeckte Kraft der Wechseljahre für uns nutzen können
Stress verstehen. Wenn Körper und Psyche Alarm schlagen
Wenn alle wissen, dass alle wissen. Gemeinsames Wissen und sein verblüffender Einfluss auf Geld, Macht und das tägliche Leben
Mensch. Evolution einer besonderen Spezies
Immunsystem neu gedacht. Wie psychische und soziale Faktoren unsere Gesundheit stärken
Yoga oder Die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten
Sich fühlen. Die neue Wissenschaft der Interozeption als Schlüssel für körperliche und geistige Gesundheit
Babygesänge. Wie aus Weinen Sprache wird
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Die vulnerable Gesellschaft. Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung der Freiheit
Warum wir sterben. Die neue Wissenschaft des Alterns und die Suche nach dem ewigen Leben
Der Osten und das Unbewusste. Wie Freud im Kollektiv verschwand
Die große Odyssee. Wie sich die Menschheit über die Erde verbreitet hat
Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen. Eine Menschheitsgeschichte
Warum wir träumen. Was uns das Gehirn im Schlaf über unser Leben offenbart
Die Salze der Erde. Was drei chemische Elemente mit Kolonialismus, Klima und Welternährung zu tun haben
Eugenische Phantasmen. Eine deutsche Geschichte
Generation Angst. Wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren und ihre psychische Gesundheit aufs Spiel setzen
Mission Fühlen. Was wir von der Weltraumpsychologie für unseren Alltag lernen können
Die Magie der Gemeinschaft. Was uns mit Tieren und künstlichen Intelligenzen verbindet
Eva. Das Wunder des weiblichen Körpers – und wie er seit 200 Millionen Jahren die Entwicklung des Lebens auf der Erde vorantreibt
Seelenzauber. Aus Wien in die Welt. Das Jahrhundert der Psychologie
Pillen-Poker. Wie uns die Pharmaindustrie schadet und was man dagegen tun kann
Der stärkste Stoff. Psychedelische Drogen: Waffe, Rauschmittel, Medikament
Achtung, Hormone. Alles über die Botenstoffe, die unser Leben lenken
Das Lied der Zelle. Wie die Biologie die Medizin revolutioniert – Medizinischer Fortschritt und der Neue Mensch
Vom Mythos des Normalen. Wie unsere Gesellschaft uns krank macht und traumatisiert – Neue Wege zur Heilung
Eine ansteckende Geschichte. Was wir von historischen Seuchen über kommende lernen könn(t)en
Die Rache des Pangolin. Wild gewordene Pandemien und der Schutz der Artenvielfalt. Warum wir den Krieg gegen die Natur sofort beenden müssen
Blut – Fluss des Lebens
Liebe. Vom Höchsten der Gefühle
Wie Gefühle entstehen. Eine neue Sicht auf unsere Emotionen
Diabetes. Eine Wissensgeschichte der modernen Medizin 1900-1960
Von Viren, Fledermäusen und Menschen
Being Human. Wie unser Körper Weltgeschichte schrieb
Juckt’s? Sexuell übertragbare Krankheiten und warum wir dringend offener über sie sprechen sollten
Das Uhrwerk des Lebens. Wie die Medizin den Code des Alterns entschlüsselt
Als die Dummheit die Forschung erschlug. Die schwierige Erfolgsgeschichte der österreichischen Medizin
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